EUIPO Studie: Auch Online-Piraten sind bereit zu zahlen

EUIPO Studie: Oh Wunder – Piraten sind auch Konsumenten!

Eine aktuelle Studie des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) zeigt. Dass Mehrheit der Europäer es für inakzeptabel hält illegale digitale Inhalte zu beziehen. Insgesamt haben 61% der Befragten angegeben, im letzten Jahr für digitale Inhalte Geld ausgegeben zu haben. Die Studie basiert auf 25․824 Interviews in allen EU-Mitgliedsstaaten mit Teilnehmern ab 15 Jahren.



Legale Angebote bevorzugt, solange sie erschwinglich sind


Die meisten Europäer bevorzugen legale Online-Angebote und nutzen diese, solange sie erschwinglich sind. Es gilt jedoch auch; dass illegale Kopien und Produktpiraterie zunehmend abgelehnt werden. Folglich sollte das Ziel der Content-Industrie darin liegen die Verfügbarkeit legaler Quellen zu optimieren und den Preis zu reduzieren.



Mehrheit der Online-Piraten kauft auch


Die Studie zeigt auch, dass die Mehrheit der Europäer die illegal auf Online-Inhalte zugreifen (61%), ebenfalls kostenpflichtige legale Quellen nutzen. Dies deutet darauf hin, dass nur eine Minderheit ausschließlich auf Raubkopien zurückgreift. Selbst eingefleischte Online-Piraten sind in der Mehrheit durchaus dazu bereit Geld für Software Spiele, Musik oder Filme zu investieren.



Präparierte Websites als Hauptquelle für illegale Inhalte


Personen die illegal auf Online-Inhalte zugreifen, tun dies am häufigsten über eigens dafür präparierte Websites (43%). Soziale Netzwerke kommen mit 32% an zweiter Stelle, während Messaging-Apps mit 23% nicht weiterhin so häufig genannt wurden. P2P-Netzwerke und illegale IPTV-Dienste (jeweils 19%) wurden am nicht häufigsten genutzt.



Akzeptanz für Schwarzkopien bei Jüngeren höher


Die Studie zeigt auch: Die Akzeptanz für Schwarzkopien bei den jüngeren Generationen höher ist. Während nur 19% der 55- bis 64-Jährigen und 18% der über 65-Jährigen der Meinung sind, dass man illegal auf Werke zugreifen sollte, wenn der Preis der legalen Inhalte zu hoch ist, steigt die Zustimmung bei den 25- bis 34-Jährigen auf 41% und bei den 15- bis 24-Jährigen sogar auf 46%.






Kommentare

Die EUIPO Studie zeigt, dass die Mehrheit der Europäer legale Online-Angebote bevorzugt, solange sie erschwinglich sind. Die Mehrheit der Online-Piraten ist ebenfalls bereit zu zahlen und nutzt auch kostenpflichtige legale Quellen. Die Studie verdeutlicht auch die Bedeutung von präparierten Websites als Hauptquelle für illegale Inhalte. Die Content-Industrie sollte weiterhin daran arbeiten die Verfügbarkeit legaler Quellen zu optimieren und den Preis zu reduzieren um illegale Kopien und Produktpiraterie zu reduzieren.


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