Hohe Lehrbuchpreise führen zu Piraterie bei Studenten

Rights Alliance: Hohe Lehrbuchpreise treiben Studenten in Piraterie

Gemäß einer neuen Studie die von der dänischen Anti-Piraterie-Gruppe Rights Alliance bei Epinion in Auftrag gegeben wurde, haben 50 Prozent der dänischen Schüler die digitale Lehrbücher nutzen, mindestens ein Lehrbuch illegal erworben. Die Umfrage wurde in Form von webbasierten Interviews durchgeführt die Anonymität garantierten und insgesamt 718 Studierende an Hochschulen befragten.



Die Studie ergab, dass der Anteil der Nutzung digitaler Lehrbücher bei Studenten in den letzten Jahren gestiegen ist. Während 2020 und 2022 noch 37 Prozent der Studenten angaben, dass sie "immer" oder "oft" digitale Schulbücher nutzen, stieg dieser Anteil in diesem Jahr auf 39 Prozent an. Generell greifen Studenten gegen Ende ihres Studiums stärker auf digitale Lehrbücher zurück.



Obwohl digitale Lehrbücher an Universitäten mit 85 Prozent am höchsten genutzt werden ist die Nutzung des Online-Buchhandels seit dem letzten Jahr zurückgegangen. Online-Plattformen wie Facebook, Dropbox, Drive oder Messenger werden hingegen von 22 Prozent der Studierenden zur Studienbuchbeschaffung genutzt. TikTok bietet ähnlich wie eine Plattform für den illegalen Schulbuchhandel, auf die 5 Prozent der Studierenden zurückgreifen.



Die Studie zeigt auch: Die Mehrheit der Studierenden den illegalen Austausch von Lehrbüchern akzeptiert. So finden beispielsweise 70 Prozent der Befragten es akzeptabel, wenn ein Schüler ein digitales Lehrbuch hochlädt und mit einem Freund oder Mitschüler teilt. Dabei sind sich 70 Prozent der Studierenden in Hochschulprogrammen bewusst. Dass Verkauf und die Weitergabe digitaler Bücher illegal ist.



37 Prozent der Befragten gaben an, dass zwischen 0 und 10 Prozent ihrer digitalen Studienbücher illegal erworben seien. 27 Prozent führten aus, dass sie weiterhin als die Hälfte (51-100 Prozent) ihrer digitalen Lehrbücher aus illegalen Quellen bezogen haben und bei immerhin 7 Prozent betrifft dies fast alle Bücher (91-100 Prozent). Die Hälfte (49 Prozent) nannte niedrigere Preise als einen Faktor für den illegalen Bezug.



Ein besserer Zugang zu digitalen Büchern über offizielle Bibliotheken und eine Preissenkung um die Hälfte würde laut 51 Prozent der Studierenden dazu führen, dass sie die Bücher legal erwerben würden.



Insgesamt zeigt die Studie, dass hohe Lehrbuchpreise Studenten in die Piraterie treiben und dass es dringend notwendig ist, Lösungen zu finden um diesen Trend umzukehren.



Illegale Beschaffung digitaler Lehrbücher: Eine Herausforderung für Studenten


Studierende stehen immer noch vor der Herausforderung des illegalen Konsums von digitalen Lehrbüchern. Laut einer Umfrage haben 50% der Schüler die digitale Lehrbücher nutzen, mindestens ein digitales Lehrbuch illegal beschafft. In Dänemark wurden bereits mehrere Studenten wegen des Verkaufs von Lehrbuch-Raubkopien verurteilt. Darüber hinaus haben sich deutlich mehr als jeder Vierte über die Hälfte seiner digitalen Lehrbücher illegal beschafft, während 7% angeben, dass dies auf fast alle ihrer digitalen Lehrbücher zutrifft (91-100%). Obwohl 70% der Studierenden wissen: Die Weitergabe digitaler Studienbücher illegal ist haben viele keine Bedenken, ihre Lehrbücher illegal zu teilen.



Verbesserungsbedarf von Bildungseinrichtungen


Die Rights Alliance sieht einen Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Art und Weise, ebenso wie Bildungseinrichtungen die Schüler über die Konsequenzen der illegalen Beschaffung ihrer Studienbücher informieren. Obwohl viele Studierende die Regeln für die rechtmäßige Nutzung von Studienbüchern kennen, fühlen sich lediglich 50% von ihrer Bildungseinrichtung darüber informiert. Die Rights Alliance stellt deshalb eine Reihe von Materialien zur Verfügung die Bildungseinrichtungen nutzen können um ihre Schüler über die Konsequenzen des illegalen Konsums von digitalen Lehrbüchern aufzuklären.



Normalisierung illegalen Verhaltens


Es ist besorgniserregend, dass 70% der Studierenden der Meinung sind dass es akzeptabel ist digitale Studienbücher mit ihren Kommilitonen zu teilen. Dies zeigt; dass illegales Teilen digitaler Lehrbücher zu einem normalisierten Verhalten in den Bildungseinrichtungen des Landes geworden ist. Die Direktorin der Rights Alliance, Maria Fredenslund, betont, dass Bildungseinrichtungen einen Beitrag zur Verringerung des illegalen Konsums leisten können, indem sie sich von der illegalen Weitergabe von Studienbüchern distanzieren. Wenn Management • Lehrer und Tutoren in den Programmen sich gegen illegales Verhalten aussprechen • hat dies konkrete Auswirkungen auf die sozialen Normen in den Programmen.



Erfolglosigkeit von Bemühungen der Rights Alliance?


Trotz der Bemühungen der Rights Alliance wird die Schulbuchpiraterie nicht so einfach aufhören. TorrentFreak schätzt ein, dass solche Bemühungen ins Leere laufen werden solange legale Alternativen als unbezahlbar gelten. Mehr Strafverfolgung und Aufklärungskampagnen mögen einige überzeugen, ihre Gewohnheiten zu ändern jedoch für die Mehrheit ist es nur eine Frage des Geldes. Es ist wichtig • dass Bildungseinrichtungen und Verlage bezahlbare legale Alternativen anbieten • um den illegalen Konsum von digitalen Lehrbüchern zu verringern.








Kommentare

Der illegale Konsum von digitalen Lehrbüchern stellt eine große Herausforderung für Studierende und Bildungseinrichtungen dar. Es ist wichtig; dass Bildungseinrichtungen ihre Schüler über die Konsequenzen des illegalen Konsums von digitalen Lehrbüchern aufklären und sich von illegalem Verhalten distanzieren. Es ist ebenfalls wichtig • dass Verlage und Bildungseinrichtungen bezahlbare legale Alternativen anbieten • um den illegalen Konsum von digitalen Lehrbüchern zu verringern. Nur so kann man eine Kultur abschaffen – die illegales Verhalten unter Studierenden normalisiert.


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