Uptobox - der Sharehoster für 18 Monate in ganz Frankreich gesperrt

Uptobox – Sharehoster für 18 Monate in ganz Frankreich gesperrt

Ein Gerichtsurteil vom 11. Mai hat dazu geführt, dass französische Internetanbieter den Zugang zum Online-Speicherdienst Uptobox für 18 Monate blockieren müssen. Der Anbieter wurde im Jahr 2011 gegründet und hat seinen höchsten Besucheranteil in Frankreich mit einem geschätzten Anteil von 34⸴30 Prozent. Die DNS-Blockade ist bereits bei einem ISP, Orange in Kraft und die anderen Unternehmen haben insgesamt 15 Tage Zeit das Gerichtsurteil umzusetzen. Uptobox wird voraussichtlich ein Drittel seiner Besucher verlieren.



Antrag auf Sperren von verschiedenen Verbänden der Filmindustrie


Die Sperren wurden von mehreren Verbänden der französischen Filmindustrie beantragt, darunter die Fédération nationale des éditeurs de films (fnef) die Association des producteurs indépendants (API) und die Filmförderungsbehörde Centre national du cinéma (CNC). Einige Wochen vor dem Urteil hatte die Anti-Piracy-Organisation ALPA 25․500 funktionierende Download-Links gefunden die alle zu Uptobox führten. Die Links zu urheberrechtlich geschützten Werken waren auf 113 verschiedenen Warez-Portalen und Foren zu finden, darunter Filmoflix, FilmGratuit, Wawacity und Zone-Téléchargement wo ebenfalls illegale E-Books angeboten wurden.



Mehr als 34 Millionen Unique Visits in einem Monat


Im April konnte Uptobox laut dem Online-Analyseportal Similarweb 34⸴2 Millionen Unique Visitors generieren. Obwohl es auf der Website keine Suchfunktion gibt, spielt der One-Click-Hoster in Frankreich eine wichtige Rolle bei der unregulierten Distribution von Warez.



Community Manager der ISPs erklären die Folgen der Sperren


Die Community Manager der ISPs haben alle Hände voll zu tun um ihren Kunden die Folgen der Sperren zu erläutern. Raphael von Orange.fr teilte den Hilfesuchenden mit, dass der Zugang zu den folgenden Domains für 18 Monate gesperrt ist: Uptobox.com, Uptostream.com, Uptobox.de, Uptostream.de, Beta-uptobox.com und Uptostream.net. Es ist jedoch unklar, ob das Urteil auch DNS-Sperren für weitere Domains erlaubt oder ob man dafür erneut vor Gericht ziehen müsste.



Anleitungen zur Überwindung der technischen Blockaden


Auf Twitter weist Uptobox darauf hin, dass unter uptobox.info Anleitungen zur Überwindung der technischen Blockaden zu finden sind. Obwohl es nicht schwierig ist, den DNS-Server im Browser umzustellen oder ein VPN zu installieren, haben sich derartige Sperren als recht effektiv erwiesen um einen Großteil der Surfer vom Besuch einer bestimmten Webseite abzuhalten.








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