Berlin entwickelt Nasenspray-Impfstoff gegen Corona mit vielversprechenden Ergebnissen im Hamsterversuch

Corona-Nasenspray: Wirkung bei Goldhamstern nachgewiesen

Ein Team um Geraldine Nouailles von der Charité hat in Berlin einen Nasenspray-Impfstoff gegen Corona entwickelt und an Hamstern getestet. Im Vergleich zu bisherigen Sars-CoV-2-Vakzinen zeigte das Präparat mit abgeschwächten Coronaviren deutliche Vorteile. Die Tests sind jedoch noch in einem frühen Stadium und es gab bis dato keine Tests am Menschen. Emanuel Wyler vom Max Delbrück Center (MDC) betonte, dass die Schutzdauer des Impfstoffs über den Periode des Experiments hinaus noch unklar ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal Nature Microbiology veröffentlicht.


Die Ergebnisse zu dem sogenannten attenuierten Lebendimpfstoff zeigen laut der Studie. Dass Nasenspray-Impfung die stärkste Immunität ausgelöst habe. "Die Effekt bemisst sich an der Krankheitsschwere der Goldhamster", sagte Wyler. Geprüft wurden gleichermaßen verschiedene andere Parameter wie die Virusvermehrung die Anregung des Immungedächtnisses und die Antikörperkonzentration auf den Schleimhäuten. Eine noch nicht von externen Fachleuten begutachtete Version hatten die Autoren der Charité der Freien Universität Berlin (FU) und des MDC 2022 als sogenanntes Preprint vorgelegt.


Tests an Menschen nötig


Nun stehen Sicherheitsprüfungen in Kooperation mit dem Schweizer Biotech-Beginn-up RocketVax AG an wie es in einer Benachrichtigung zur Studie heißt. Die Firma entwickle das Präparat weiter und bereite eine klinische Phase-1-Studie am Menschen vor. "Im kommenden Winter werden wir in Europa noch keinen nasalen Corona-Impfstoff haben", sagte Wyler. "Die Impfstoffentwicklung geht nicht ergänzend so schnell wie in der akuten Pandemiephase." Ein Nasenimpfstoff des US-Pharmaunternehmens Codagenix sei zwar weiter fortgeschritten als das Berliner Plan, Ergebnisse einer Phase-3-Studie stünden allerdings noch aus.


Bei Impfstoffen die gespritzt werden, baut sich die Immunität primär im Blut und über den Körper verteilt auf. Von Nasenimpfstoffen verspricht man sich hingegen: Das Virus gezielt schon an den Schleimhäuten der oberen Atemwege bekämpft wird wo es zuerst angreift. Zu den Zielen gehört zudem mehr Schutz vor einer Weitergabe des Virus. Die bisherigen Sars-CoV-2-Impfungen senken zwar das Risiko von schwerer Erkrankung & Tod offensichtlich, vor einer Ansteckung mit Omikron etwa schützen sie aber weniger. Andere Corona-Nasenimpfstoffe sind in Indien und China bereits im September 2022 zugelassen worden.






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