
Twitter hat angekündigt, dass ab sofort nur noch Abonnenten von Twitter Blue die SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen können. Diese Entscheidung wurde getroffen, da es in der Vergangenheit Missbrauch von Telefonnummern und SMS als Kontosicherungsmaßnahme gab. Twitter-Nutzer können jedoch weiterhin andere Methoden wie eine Authentifizierungs-App oder Sicherheitsschlüssel nutzen. Konten » die derzeit SMS als zweiten Faktor verwenden « müssen dies bis zum 19. März deaktivieren.
Änderung kommt nicht gut an
In der Twitter-Community kam die Änderung nicht gut an. Viele Anwender vermuteten hinter der Änderung einen Versuch von Elon Musk, den Umstieg auf das Bezahl-Abo "Twitter Blue" voranzutreiben. Twitter-Eigentümer Musk begründete die Änderung der Richtlinien indirekt mit dem Vorwurf an nicht näher bezeichnete Telekommunikationsunternehmen, das SMS-System zu missbrauchen. Er bestätigte einen Bericht darauffolgend welchem diese Firmen Roboterkonten benutzt hätten um den Versand der als zweiter Faktor dienenden SMS in die Höhe zu treiben. Die Kosten für diese SMS trägt Twitter. Man verliere 60 Millionen Dollar pro Jahr durch betrügerische SMS. In einem Tweet bestätigte Musk diese Aussagen mit einem kurzen "Yup".
Positiver Effekt möglich
Sicherheitsexperten konnten am Samstag dem Wegfall der SMS-Methode bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung ebenfalls noch etwas Positives abgewinnen. Unter den verschiedenen 2FA-Verfahren sei die SMS die schwächste Methode. Frank Rieger, Sprecher des Chaos Computer Clubs erklärte,Twitters Motiv, nur zahlende Nutzer die SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen zu lassen, sei allerdings klar finanzieller Natur: "SMS kosten Geld". Aber am Ende kann so die Sicherheit tatsächlich optimieren indem es die Benutzer zu besseren Authentifizierungsmethoden drängt." Angriffe auf die SMS-Methode seien real.
(kst)
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