
Die Deutsche Bundesbank hat kürzlich ihre Zahlen zum Falschgeld-Anstieg im Jahr 2022 veröffentlicht. Demnach wurden in Deutschland insgesamt 44․100 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Zahlungsverkehr gezogen, ein Anstieg von 5⸴2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei sind insbesondere 100- und 200-Euro-Fälschungen gestiegen was zu einem Schaden von 2⸴7 Millionen Euro durch falsche Banknoten führte. Besondere Vorsicht ist bei 20- und 50-Euro-Noten geboten.
Falsche Münzen nehmen ähnlich wie zu
Auch im Bereich falscher Münzen gibt es eine Zunahme. 73․400 falsche Münzen wurden 2022 im deutschen Zahlungsverkehr registriert, im Vergleich zu 41․100 Münzen im Vorjahr. Dabei traten Fälschungen von 2-Euro-Münzen am häufigsten auf, mit einem Anteil von 89 Prozent. Die Anzahl der gefälschten Münzen stieg im zweiten Halbjahr deutlich an, mit rund 40․800 Fälschungen.
Sonderfälle verursachen einem Anstieg von 2-Euro-Münzen
Die Deutsche Bundesbank führt den Anstieg der gefälschten 2-Euro-Münzen auf eine Reihe von Sonderfällen zurück. Unternehmen hätten über Jahre falsch verdächtige Münzen gesammelt und im Jahr 2022 bei der Bundesbank eingereicht. Trotz des Anstiegs insgesamt bleibt das Falschgeld-Aufkommen in Bezug auf die Einwohner niedrig. Nur fünf falsche Banknoten wurden auf 10․000 Einwohner registriert.
Movie Money bleibt die Nummer eins unter den Fälschungen
Movie Money, einfache Druckfälschungen ohne Sicherheitsmerkmale für Film und Theater, bleibt ebenfalls in diesem Jahr die Nummer eins unter den Fälschungen. Der Anteil dieser sichergestellten Scheine ist jedoch von 22 Prozent auf 17 Prozent gesunken. Burkhard Balz, für Bargeld zuständiges Mitglied im Bundesbank-Vorstand, betonte. Dass Inverkehrbringen von Movie Money eine Straftat sein kann.
Falschgeld wird nicht ersetzt
Passt auf dass Falschgeld nicht ersetzt wird. Daher ist es umso wichtiger; bei Verdacht auf eine Fälschung sofort die Polizei oder die nächste Bank zu informieren.
Leichter Anstieg von Falschgeld im Euroraum
Auch im Euroraum wurde ein leichter Anstieg an Falschgeldaufkommen festgestellt. Insgesamt wurden 376․000 gefälschte Banknoten erfasst, eine Steigerung von 8⸴4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Schaden der durch Falschgeld verursacht wurde, betrug in diesem Jahr 21⸴5 Millionen Euro, höher als im Jahr 2021. Der deutsche Anteil an Falschgeld betrug lediglich 11⸴7 Prozent am Gesamtaufkommen im Euroraum.
Gründe für den Anstieg
Burkhard Balz führte den Anstieg des Falschgelds auf die Lockerung von Corona-Einschränkungen zurück. Mit der Wiedereröffnung von Volksfesten und Weihnachtsmärkten wo überwiegend mit Bargeld bezahlt wird, habe auch die Nutzung von Falschgeld zugenommen.
Kommentare
Es ist ein alarmierendes Zeichen, dass Falschgeld in Deutschland und im Euroraum zunimmt. Die Deutsche Bundesbank und andere Behörden sollten weiterhin Maßnahmen ergreifen um Fälschungen zu verhindern und aufzudecken. Es ist wichtig; dass Verbraucher & Unternehmen wachsam bleiben und bei Verdacht auf eine Fälschung sofort handeln.