Ex-Frau entführen und Partner verletzen: Scar215 zu 8 Jahren Haft verurteilt

8 Jahre Haft für Scar215: Ex-Frau sollte verschleppt, Partner verletzt werden

Der Fall Scar215 sorgte für Aufsehen in den USA. Ein 56-jähriger Kinderarzt aus Spokane der unter dem Pseudonym Scar215 im Darknet aktiv war, heuerte mehrere Auftragskiller an um seine privaten Ziele zu erreichen. Jetzt wurde er zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt.



Der Hintergrund der Tat


Der ehemalige Arzt hatte nach der Trennung von seiner Frau eine Beziehungskrise. Seine Frau hatte sich inzwischen einem anderen Arzt zugewandt was ihn verärgerte. Ilg wollte seine Ex-Frau entführen lassen um sie dazu zu zwingen, das Scheidungsverfahren fallen zu lassen und zu ihm zurückzukehren. Dafür setzte er weiterhin als 60․000 US-Dollar ein um mehrere Auftragskiller zu engagieren.



Der Plan


Scar215 wollte seine Ex-Frau sieben Tage lang entführen lassen und ihr mindestens zweimal täglich Heroin spritzen. Zudem sollten die Täter Fotos und Videos von der Entführung machen und Drogen und gebrauchte Nadeln inklusive der DNA seiner Ex-Frau in ihrem Haus verteilen um ihren Ruf zu ruinieren.



Für jedes erreichte Teilziel sollten die Täter eine Belohnung erhalten. Sofern die Frau alle gerichtlichen Anträge zurückgenommen hätte, winkten den Tätern 10․000 US-Dollar. Wäre sie zu ihm zurückgekehrt und hätte mindestens drei Mal innerhalb von zwei Wochen Sex mit ihm gehabt, hätte er die gleiche Summe gezahlt. Auch wenn die Entführung geheim geblieben wäre, wollte Scar215 nochmals 10․000 US-Dollar oben drauflegen.



Die Verurteilung


Ilg wurde im Juli 2021 von einem Bundesgericht zu acht Jahren Haft verurteilt. Der Richter sagte, dass er einen gefährlichen Plan entwickelt hatte um seine Ex-Frau zu entführen und ihrem Partner zu schaden. Der Kinderarzt habe sich in eine "Fantasiewelt" begeben und keinen Respekt vor dem Gesetz gezeigt.



Auftragsmörder im Darknet: Wie ein Neonatologe zum Verbrecher wurde


Ein Fall von Auftragsmord hat die Öffentlichkeit erschüttert und gezeigt, ebenso wie leicht man im Darknet an illegale Dienstleistungen gelangen kann. Der Haupttäter in diesem Fall war ein Neonatologe namens Ronald Craig Ilg der sich selbst als Scar215 bezeichnete. Wie konnte es dazu kommen? Der folgende Artikel liefert die Antworten.



Der Tathergang


Ronald Craig Ilg beauftragte im Jahr 2016 mehrere Auftragsmörder im Darknet um sich seiner Ex-Frau und deren Anwalt zu entledigen. Er zahlte den Killern insgesamt 240․000 US-Dollar in Form von Bitcoins. Doch was Ilg nicht wusste: Einer der Killer war ein Undercover-Agent des FBI. So kam es; dass die Ermittler schnell auf die Spur des Arztes kamen.



Bei seiner Vorgehensweise war Ilg äußerst unvorsichtig. Er überwies die Bitcoins von Coinbase aus direkt auf die Wallets der Hitmen, ohne diese zu waschen. Die Handelsplattform gab auf Anfrage des FBI Informationen preis die den Tatverdacht gegen Ilg erhärteten. Coinbase ist aufgrund der KYC-Regulierung dazu verpflichtet, seine Nutzer zu identifizieren und zu legitimieren.



Als das FBI Ilg befragte behauptete dieser er habe die Bitcoins lediglich bezahlt um sich selbst umbringen zu lassen. Diese Ausrede ließ die Ermittler jedoch nicht durchgehen. Sie durchsuchten das Haus des Arztes und fanden einen verschlossenen Tresor mit den Passwörtern zu diversen Darknet-Auftragsmordseiten. Ein großer Fehler von Ilg der ihm letztendlich zum Verhängnis wurde.



Die Strafe


Ronald Craig Ilg wurde am 10. August 2022 in zwei Fällen der Übermittlung von Drohungen schuldig gesprochen. Der Richter verhängte daraufhin eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und drei Jahre Bewährung. Zudem muss Ilg eine Geldstrafe in Höhe von 100․000 US-Dollar zahlen und 25․000 US-Dollar an die Behörden zurückgeben. Der Richter betonte, dass Ilgs Verhalten "wirklich ungeheuerlich und sogar bösartig" gewesen sei.



Ilg zeigt bis heute keine Reue und strebt sogar einen Buch- oder Filmvertrag an um aus seiner Geschichte finanziellen Gewinn zu ziehen. Ob er damit Erfolg haben wird; bleibt abzuwarten.








Kommentare

Es ist schockierend dass ein Arzt der eigentlich dazu da ist Leben zu retten, sich auf eine so abartige Art und Weise betätigt hat. Die Strafe von acht Jahren Freiheitsentzug mag angemessen sein jedoch es ist problematisch. Dass Ilg immer noch auf finanziellen Gewinn aus ist. Es sollte in solchen Fällen eine Regelung geben die es Tätern verbietet, aus ihren Verbrechen Kapital zu schlagen. Nur so kann man verhindern; dass weitere Menschen zu Verbrechen dieser Art verleitet werden.


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