
Bundesnetzagentur sucht neuen Faxdienstleister - ein Kommentar zur Digitalisierung
Die Bundesnetzagentur ist auf der Suche nach einem neuen Faxdienstleister. Das mag für einige überraschend klingen jedoch für jene die regelmäßig mit der Behörde zu tun haben ist es keine Neuigkeit. Die BNetzA ist eine der wenigen Behörden in Deutschland die noch auf den Faxdienst als Kommunikationsmittel setzen. Bis Ende März 2028 soll ein neuer Dienstleister die Behörde noch mit einem Faxanschluss versorgen. Doch warum ist das so und ist die Bundesnetzagentur wirklich noch in der Steinzeit hängengeblieben?
Ein Relikt vergangener Zeiten
Für viele Menschen, insbesondere für die jüngere Generation ist das Faxgerät ein archaisches Relikt längst vergangener Zeiten. Doch für Behörden ist es nach wie vor ein beliebtes Kommunikationsmittel. Warum gibt es also noch Faxgeräte? Ein Grund dafür ist, dass unsere Gesetze nicht weiterhin ganz zeitgemäß sind. Die E-Mail genügt zum Beispiel nicht der Schriftform, eine Unterschrift muss noch immer auf Papier geleistet werden. Digitale Signaturen werden nicht flächendeckend akzeptiert und unverschlüsselte Dokumente werden über Kupferleitungen verschickt.
Warum es praktisch lösen, wenn es ebenfalls altertümlich geht?
Die Bundesnetzagentur betont, dass die Umsetzung der Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft des Standorts Deutschland entscheidend ist. Doch warum setzt die Behörde dann immer noch auf analoge Übertragungswege? Auch wenn der Fokus auf analoge Übertragungswege beeindruckend ist, so sind diese nicht zukunftsweisend. Schon heute ist es ein gängiger Witz: "Fax? Nee, das ist leider wo ich wohne nicht verfügbar. Im 21. Jahrhundert."
Bundesnetzagentur - zurück in die Steinzeit?
Die Bundesnetzagentur wird oft für ihre Entscheidung weiterhin auf Faxgeräte zu setzen kritisiert. Doch solange Behörden daran scheitern, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen für Mailserver flächendeckend einzuführen darf man sich nicht wundern dass diese kein Vertrauen in das Medium haben. Vielleicht wäre es hier an der Zeit zu zentralisieren und die Systeme standardisiert und sicher aufzubauen. Beispielsweise durch einen eigenen IT-Dienstleister, den der Bund bereits hat. Bis diese Informationen bei der deutschen Internet-Behörde ankommen, kann es aber noch dauern, wenn man sich den Netzausbau ansieht; vielleicht bis 2028?
Fazit
Die Bundesnetzagentur hat es sich zur Aufgabe gemacht die Digitalisierung voranzutreiben und den Standort Deutschland fit für die Zukunft zu machen. Doch die Behörde setzt immer noch auf analoge Übertragungswege wie das Faxgerät. Obwohl das für einige überraschend sein mag – gibt es gute Gründe dafür. Doch um wirklich zukunftsweisend zu sein müssen Behörden wie die Bundesnetzagentur ihre Systeme standardisieren und sicher aufbauen. Bis dahin bleibt das Faxgerät wohl noch eine Weile erhalten. Wer sich über die Bundesnetzagentur lustig machen möchte kann seine Kommentare auch gerne per Fax zusenden.
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