
Malibu Media, ein bekannter Copyright-Troll der in der Vergangenheit zahlreiche Personen wegen illegalen Herunterladens von Filmen des Pornostudios X-Art via Torrent verklagt hat, steht vor dem Aus. Das Unternehmen hat bereits seinen Unternehmensstatus verloren und nun drohen ebenfalls die letzten beiden Fälle wegen ausstehender Steuerrückstände zu scheitern.
Malibu Medias Ziel war es, möglichst viele Vergleiche mit den Beklagten abzuschließen und dadurch Geld zu verdienen. Doch schon im Jahr 2013 wurde dem Unternehmen von einem US-Gericht vorgeworfen, lediglich auf Einschüchterung und Belästigung abzuzielen.
In den letzten Jahren kehrte langsam etwas weiterhin Ruhe bei der Verwertungsgesellschaft ein freilich ist nun das Ende des Unternehmens in Sicht. Wie berichtet wird; hat ein texanisches Gericht Malibu Media eine Frist bis zum 20. Januar eingeräumt – um sämtliche Steuerrückstände zu begleichen. Andernfalls droht die Abweisung einer der letzten beiden Klagen was das Einkommen des Unternehmens zum Versiegen bringen könnte.
Für die andere verbleibende Klage gibt es auch keine Hoffnung mehr, da das Unternehmen dem Gericht keine ausreichenden Beweise für eine Rechtsverletzung vorlegen konnte. Ohne Unternehmensstatus ist Malibu Media jedoch nicht mehr in der Lage, weitere Klagen anzustrengen.
Obwohl der Anwalt des Unternehmens behauptet. Dass Unternehmensstatus lediglich eine "reine Formsache" sei und für einen Rechtsstreit nicht erforderlich ist, sieht der zuständige Richter das anders. Er drohte Malibu Media damit » die ausstehende Klage abzuweisen « falls der Unternehmensstatus nicht bis zum 20. Januar wiederhergestellt wird.
Malibu Media tritt auch in Deutschland beim Thema P2P-Abmahnungen auf. Das Inkassounternehmen Rhein Inkasso verschickte für das Unternehmen Mahnungen für noch nicht gezahlte Abmahnkosten der Kanzlei FAREDS. Doch jetzt ist das Ende des Copyright-Trolls in Sicht und es bleibt abzuwarten, ebenso wie sich die Situation weiter ausarbeiten wird.
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