Rekordstrafe für Epic Games aufgrund illegaler Datensammlung

Epic Games: Rekordstrafe gegen "Fortnite"-Entwickler

Am Montag wurde bekannt gegeben, dass der Entwickler von "Fortnite", Epic Games, eine Strafe in Höhe von 520 Millionen US-Dollar zahlen muss. Die Vorwürfe besagen – dass das Unternehmen illegal persönliche Daten von Kindern gesammelt hat und Menschen zu Käufen verleitet hat. Reuters meldet, dass Epic Games 275 Millionen US-Dollar an Strafe zahlen muss, da das Unternehmen gegen Gesetze zum Schutz der Privatsphäre von Kindern verstoßen hat. Zudem müssen strengere Datenschutzmaßnahmen für junge Menschen eingeführt werden. Diese Rekordstrafe soll dazu beitragen – dass Unternehmen zukünftig sorgfältiger mit dem Schutz persönlicher Daten umgehen und sich an die geltenden Gesetze halten.



"Epic hat in die Privatsphäre eingreifende Standardeinstellungen und trügerische Schnittstellen verwendet, mit denen 'Fortnite'-Nutzer, darunter ebenfalls Jugendliche & Kinder, getäuscht wurden", zitiert die FTC-Vorsitzende Lina Khan.



FTC greift durch, Epic Games reagiert


Die Aufsichtsbehörde hatte zuletzt eine energischere Rolle bei der Überwachung der Spieleindustrie übernommen. Anfang des Monats hat FTC ein Verfahren gegen Microsofts geplante Übernahme von Activision Blizzard eröffnet. Der Deal könne den Wettbewerb schädigen – so die Begründung für den Schritt. Nun also die Strafzahlung für Epic Games.



In einer Erklärung am Montag versicherte das Unternehmen, dass es Pay-to-Win- und Pay-to-Progress-Mechaniken abgeschafft hat, wenn zwei Spieler gegeneinander antreten. Lootboxen mit zufälligen Gegenständen seien bereits im Jahr 2019 abgeschafft worden. Epic erklärte zudem: Es eine explizite Ja/Nein-Wahl zum Speichern von Zahlungsinformationen einführen werde. Die Spieler könnten Rückerstattungen per 💳 Kreditkarte beantragen. "Wenn ein Karteninhaber eine nicht autorisierte Transaktion auf seinem Kontoauszug sieht, kann er diese seiner Bank melden, zu diesem Zweck sie rückgängig gemacht wird", so das Unternehmen.



Um Kinder zu schützen, hat Epic nach eigenen Angaben Funktionen wie eine leichter zugängliche Kindersicherung, eine PIN-Pflicht die es den Eltern ermöglicht, Einkäufe zu autorisieren und "Eingeschränkte Konten" für Kinder unter 13 Jahren eingeführt. Im Epic Games Store kann man seit kurzem Kinder-Accounts anlegen. Mit ihnen kann man nur bestimmte Titel spielen ? und kein Geld ausgeben.






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