
Eine neue Android-Malware namens "Schoolyard Bully" verbreitet sich über mindestens 37 vermeintliche Bildungs-Apps und raubt Facebook-Konten von Schülern. Seit 2018 sind bereits mindestens 300․000 Geräte in 71 Ländern betroffen. Die Sicherheitsforschung warnt vor der anhaltenden Gefahr von Drittanbieter-App-Stores, die welche Malware noch immer enthalten können.
Die Tarnung als Bildungs-App
Die Schüler werden von der Malware mit schädlichem Code infiziert, indem sie vermeintlich nützliche Bildungsanwendungen installieren. Diese Apps geben auf den ersten Blick keinen Hinweis auf ihre Schadhaftigkeit und sind schwer zu entdecken. Die Schüler merken dadurch nichts von der Gefahr und geben unwissentlich ihre Anmeldeinformationen für Facebook preis.
Die Entdeckung der Malware
Die Entdeckung der Malware “Schoolyard Bully” geht auf Forscher von Zimperium zurück die seit 2018 Zugangsdaten von Android-Geräten stehlen. Der Schwerpunkt der Kampagne liegt auf Vietnam freilich ist die Verbreitung weltweit.
Die Funktionsweise der Malware
Die Malware verwendet systemeigene Bibliotheken um sich vor Antivirenprogrammen und Machine-Learning-basierten Virenerkennungen zu verstecken. Die für die Kommunikation mit dem Command-and-Control-Server erforderlichen Daten werden zusätzlich verschlüsselt um alle Zeichenfolgen vor Erkennungsmechanismen zu verbergen. Die Anwendung zeigt einen Login zum Facebook-Konto innerhalb einer WebView wo der bösartige JavaScript-Code die Zugangsdaten extrahiert.
Die Anzahl der betroffenen Apps
Zimperium listet insgesamt 37 Anwendungen auf die mit der Malware in Verbindung stehen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die bisher unbekannten Angreifer die Schadsoftware durch zusätzlich dazu Apps verbreiten. Die Apps sind bereits aus dem Google Play Store entfernt worden, jedoch können sie noch immer in Drittanbieter-App-Stores vorhanden sein.
Die Bedrohung von Facebook-Konten
"Schoolyard Bully" ist nicht die erste Malware die auf Facebook-Konten von Android-Anwendern abzielt. Es ist wichtiger denn je, auf die Installation von Apps aus unbekannten Quellen zu verzichten und nur vertrauenswürdige App-Stores zu nutzen. Nutzer sollten ebenfalls ihre Zugangsdaten regelmäßig ändern und starke Passwörter verwenden um sich vor solchen Bedrohungen zu schützen.
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