Darknet-Auftragsmord-Plattform entpuppt sich als Betrugsfall vor Gericht

Darknet-Auftragsmord-Plattform entpuppt sich als Betrug

Ein Ehepaar muss sich seit Donnerstag aufgrund angeblicher versuchter Anstiftung zum Mord vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Die Angeklagten, eine 49-j├Ąhrige ├ärztin und ihr 51-j├Ąhriger Ehemann, sollen im Darknet versucht haben, einen Auftragsmord an ihrem fr├╝heren Lebenspartner zu veranlassen. Dem Paar warf die Staatsanwaltschaft vor, 15.000 US-Dollar in Bitcoin an eine Betrugsplattform gezahlt zu haben, die den Auftrag jedoch nie ausgef├╝hrt hat.



Sorgerechtsstreit treibt Frau und Mann in die Kriminalit├Ąt


Der Sorgerechtsstreit um ihre gemeinsame Tochter soll der Ausl├Âser f├╝r das kriminelle Verhalten des Paares gewesen sein. Zwischen Januar und M├Ąrz dieses Jahres posteten sie auf einer Darknet-Plattform einen Auftrag zur Ermordung ihres ehemaligen Lebenspartners. Sie gaben die Anschrift des Mannes sowie ein Foto als Identifikation an. Die Plattform antwortete mit der Forderung nach 15.000 US-Dollar in Bitcoin als Vorauszahlung auf ein Treuhandkonto.



Das Ehepaar leistete der Forderung Folge, aber der Mordauftrag wurde nie ausgef├╝hrt, da es sich um eine Betrugsplattform gehandelt haben soll. Auch ein zweiter Versuch scheiterte, als das Paar sich an einen anderen Darknet-User wandte und ihm die gleichen Informationen ├╝bermittelte. Dieser User war jedoch auch ein Betr├╝ger.



Fehlgeschlagene Darknet-Auftragsmorde werden vom FBI aufgedeckt


Ende M├Ąrz teilte die Plattform den Angeklagten mit, dass das eingezahlte Geld nicht zur├╝ckerstattet werden w├╝rde. Der Fall kam durch einen Hinweis des FBI ins Rollen, das das Bundeskriminalamt informierte. Die Angeklagten werden sich weiterhin im Gericht verantworten m├╝ssen, da der Prozess f├╝r den 14. Dezember angesetzt ist.



Verteidigung beruft sich auf psychische Erkrankungen


Die Verteidigung der Angeklagten beruft sich auf psychische Erkrankungen als m├Âglichen Grund f├╝r das kriminelle Verhalten. W├Ąhrend der Anklageverlesung soll sich die ├ärztin die Ohren zugehalten und jegliche Kommunikation mit der Vorsitzenden Richterin verweigert haben. Der Ehemann hat sich bisher noch nicht zu den Vorw├╝rfen ge├Ąu├čert. Die Verteidigerin bem├Ąngelte das fehlende Vorgutachten ├╝ber den psychischen Zustand ihrer Mandantin.



Darknet-Mordauftr├Ąge sind illegal und f├╝hren meistens zu Strafverfolgung. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass das Darknet nicht nur f├╝r illegale Aktivit├Ąten genutzt wird, sondern auch f├╝r legitime Zwecke wie dem Schutz der Privatsph├Ąre.








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