
In jüngster Zeit wurde eine gravierende Sicherheitsanfälligkeit im weit verbreiteten Webbrowser Google Chrome entdeckt. Diese sogenannte Zero-Day-Schwachstelle wird aktiv von Cyberkriminellen ausgebeutet.
Die Bedrohung: Heap-Pufferüberlauf ermöglicht Angriffe
Das Notfall-Update ist notwendig geworden, weil eine Sicherheitslücke, genannt CVE-2022-4135, Angreifern die Möglichkeit bietet, durch einen Heap-Pufferüberlauf in der GPU Zugriff auf geschützte Speicherbereiche zu bekommen. Solche Zugriffe erlauben es Hackern – schädlichen Code einzuschleusen und die Ausführungspfad von anderen Prozessen zu manipulieren.
In der Rolle eines Angreifers besteht die Möglichkeit, durch diese Zero-Day-Lücke erweiterte Rechte zu erlangen. Somit könnten sie fähig sein – beliebige Programmteile auf dem Zielsystem auszuführen.
Außerordentlich wichtiges Update von Google
Clement Lecigne ein Mitarbeiter der Threat Analysis Group bei Google hat die kritische Sicherheitsanfälligkeit am 22. November 2022 identifiziert. Um sicherzustellen, dass Benutzer geschützt sind hat Google ein sofortiges Update für Chrome in Auftrag gegeben.
Im offiziellen Report dankt Google den Sicherheitsforschern die mit ihnen gearbeitet haben um Sicherheitslücken zu identifizieren. Gleichermaßen warnen sie: “Ein Exploit für CVE-2022-4135 existiert schon in freier Wildbahn.”
Das Update ist ab Version 107․0․5304.121 für Mac und Linux gleichermaßen für Windows-Versionen 107․0․5304.121 und 107․0․5304.122 verfügbar. Um die eigene Sicherheit zu gewährleisten, sollten Nutzer in den Einstellungen des Browsers die Option “Über Google Chrome” aufrufen.
Rasanter Zunahme von Zero-Day-Fixes in diesem Jahr
Dies stellt bereits den achten Zero-Day-Fix für Google Chrome im Jahr 2022 dar. Beliebte Browser sind speziell anfällig für Angriffe was die Anzahl der Schwachstellen unterstreicht die in diesem Jahr entschärft werden mussten.
Die Liste der im Vorausigen Zero-Day-Schwachstellen umfasst:
- CVE-2022-3723 – 28. Oktober
- CVE-2022-3075 – 2. September
- CVE-2022-2856 – 17. August
- CVE-2022-2294 – 4. Juli
- CVE-2022-1364 – 14. April
- CVE-2022-1096 – 25. März
- CVE-2022-0609 – 14. Februar
Benutzern von Google Chrome wird vordringlich geraten, ihre Version des Browsers so schnell wie möglich auf den neuesten Stand zu bringen. Nach der Medienberichterstattung über diese Schwachstelle können wir mit weiteren Angriffen rechnen.
Wer seinen Browser optimieren möchte ist zudem eingeladen, andere Ressourcenn zu nutzen.
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