
Die Sicherheitsforscher und iOS-Entwickler die unter dem Namen Mysk agieren, haben eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Der App Store von Apple übermittelt jeden Tap seiner iPhone-Benutzer an die Server des Unternehmens, ohne dass die Nutzer ihre Einwilligung gegeben haben. Diese Entdeckung lässt viele Datenschützer aufhorchen, da die übertragenen Daten die iPhone-Benutzer entblößen können.
Apple sammelt massig Daten seiner iOS-Benutzer über den App Store
Die beiden Forscher die in Deutschland und Kanada ansässig sind, haben festgestellt. Dass App Store von Apple auf iOS 14․6 massenhaft Daten seiner iPhone-Benutzer an das Unternehmen sendet. Dabei werden ebenfalls IDs übermittelt die Apple dazu dienen die erfassten Daten einem Profil zuzuordnen. Die Übertragung erfolgt ohne die Einwilligung der Nutzer und umfasst detaillierte Nutzungsdaten. In einem Screenshot zeigen die beiden Forscher Anfragen, mit denen der App Store regelmäßig Daten an den Apple-Server übermittelt. Dabei werden mehrere Kilobyte an Daten übertragen.
Apple weiß alles über das Verhalten seiner iOS-Benutzer
Ironischerweise hat Apple erst kürzlich Maßnahmen eingeführt die es App-Entwicklern erschweren sollen, iPhone-Benutzer zu tracken. Der App Store selbst sammelt jedoch massenhaft Daten über das Verhalten der Nutzer bei der Nutzung von Apps. Dies ist ein weiteres Beispiel dafür – dass Apple das Thema Datenschutz nicht ausreichend beachtet. Derart viele Details über das Verhalten der Nutzer zu sammeln, ohne deren Einwilligung einzuholen ist definitiv nicht zu verteidigen.
Die Datensammlung in iOS 16 ist unklar
Ob die Datensammlung des App Stores unter iOS 16 weiterhin stattfindet ist noch unklar. Die Forscher vermuten jedoch, dass Apple auch in der nächsten Version des Betriebssystems massenhaft Daten seiner iOS-Benutzer sammeln wird. In einem YouTube-Video analysieren die beiden Entwickler eine der Anfragen die der App Store an die Apple-Server übermittelt. Dabei zeigen sie verschiedene unkenntlich gemachte IDs und auch Informationen wie die Sprache der Tastatur und die Speicherkapazität des iPhones. Auch Zeitstempel die anzeigen welche Apps der Benutzer wann und wie lange genutzt hat, werden in der Übertragung erfasst.
Fazit: Der App Store von Apple sammelt massenhaft Daten seiner iOS-Benutzer, ohne deren Einwilligung einzuholen. Die Datensammlung umfasst detaillierte Nutzungsdaten sowie IDs, anhand derer Apple die erfassten Daten einem Profil zuordnen kann. Ob die Datensammlung unter iOS 16 weiterhin stattfindet ist unklar. Apple sollte das Thema Datenschutz ernst nehmen und die Datensammlung auf das notwendige Minimum beschränken.
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