Signal: Datenschutz steht über Profit

Meredith Whittaker: Bei Signal geht es nicht ums Geld!

Die neue CEO von Signal, Meredith Whittaker, betont, dass das Unternehmen keine Nutzerdaten an Dritte verkauft und keine Gewinne erzielt. Signal ist eine gemeinnützige Organisation und wird vollständig durch Spenden, einschließlich eines Darlehens von Brian Acton, finanziert. Das Ziel des Unternehmens ist es, allen Menschen robuste Privatsphäre zu bieten und dabei die Kosten für die Entwicklung und Pflege der Software zu decken. Dazu benötigt Signal eine hochverfügbare globale Serverinfrastruktur, die derzeit in den Händen einer Handvoll Unternehmen liegt. Um die Erwartungen der Nutzer zu erfüllen, muss Signal jederzeit und überall sofort verfügbar sein. Eine dezentrale Architektur würde den Nutzen von Signal verringern und möglicherweise die Privatsphäre der Nutzer gefährden. Signal nimmt die Mission des Datenschutzes sehr ernst und ist bereit, dafür wirtschaftliche Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Die Spenden können derzeit nur über Paypal oder Kreditkarte erfolgen, alternative Zahlungsmethoden werden geprüft. Die Nutzer können sicher sein, dass ihre Daten bei Signal in guten Händen sind und nicht für Profitzwecke verkauft werden.



Signal: Ein Messenger-Dienst mit Fokus auf Datenschutz und Verschlüsselung


Signal ist ein Messenger-Dienst, der seine Nutzerdaten schützt und auf Privatsphäre achtet. Der Dienst hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, insbesondere in der Folge von Datenschutzskandalen bei anderen Anbietern. Im Folgenden werden einige Fragen und Antworten zu Signal und seinen Funktionen erläutert.



Spenden und Finanzprüfung bei Signal


Um sicherzustellen, dass Spenderidentitäten nicht einzelnen Signal-Konten zugeordnet werden, nutzt Signal ein anonymes Berechtigungsschema, das für private Signal-Gruppen entwickelt wurde. Dabei spendet jemand an Signal und es wird ein Abzeichen mit dem Signal-Profil dieser Person verknüpft. Ohne jedoch genau zu wissen, um welche Spende es sich handelt. Signal arbeitet auch aktiv daran, weitere Optionen für Spenden von Drittanbietern zu ermöglichen.



Registrierung mit Handynummer bei Signal


Signal erfordert bei der Registrierung die Angabe einer Handynummer. Andere Dienste funktionieren auch ohne Angabe dieser Informationen. Es ist derzeit nicht geplant, diese Voraussetzung zu ändern. Allerdings arbeitet Signal daran, Benutzernamen zu ermöglichen, die es den Nutzern erlauben, ihre Telefonnummern vor den Personen, mit denen sie auf Signal kommunizieren, geheim zu halten. Telefonnummern ermöglichen es den Menschen, ihr soziales Netzwerk an Beziehungen in Signal zu "importieren" und es mitzunehmen, wenn sie sich entscheiden, Signal nicht mehr zu verwenden. Das Netzwerk, das die Leute über Telefonnummern mitbringen, hilft den Leuten, sich schnell mit ihren Freunden und Kollegen zu verbinden.



Behördliche Anfragen bei Signal


Signal veröffentlicht alle behördlichen Anfragen, denen sie nachkommen müssen, unter https://signal.org/bigbrother/. Dabei erkennt man, wie wenig Informationen Signal hat und wie wenig sie auch unter Zwang herausgeben können. Signal bekämpft alle Anfragen gleichermaßen, egal woher sie kommen.



Liveüberwachung bei Signal


Signal schützt vor "Man-in-the-Middle"-Überwachung durch Signal oder jede andere Organisation. Das bedeutet, dass selbst wenn jemand eine "Live-Überwachung" versuchen würde, der Inhalt der Nachrichten geschützt und nicht für eine Überprüfung oder Erfassung verfügbar wäre. Darüber hinaus wird die überwiegende Mehrheit der Signal-Nachrichten mit dem "Sealed Sender"-System von Signal gesendet, was bedeutet, dass Signal nicht weiß, wer eine Nachricht gesendet hat.



Löschung von Nachrichten und Meta-Daten bei Signal


Signal speichert keine Nachrichten auf den Servern und verwendet sie nur zur Auslieferung von verschlüsselten Datenblöcken, die nur von den Signal-Benutzern entschlüsselt und gelesen werden können, die die Nachrichten erhalten sollen. Sobald sie an das Gerät eines Empfängers übermittelt wurden, werden diese verschlüsselten Blobs dauerhaft von den Servern von Signal gelöscht. Der Unterschied zwischen automatischem und manuellem Löschen von Nachrichten besteht einfach darin, welcher Prozess zum Löschen auffordert: Das automatische Löschen wird durch das Ablaufen der Löschuhr ausgelöst (z. B. nach einer Woche oder einem Tag), während das manuelle Löschen durch eine Benutzeraktion ausgelöst wird. Signal hat keine Pläne zur Exportierung von Chatverläufen oder anderen Daten.



Interoperabilität bei Signal


Signal hat derzeit keine Pläne zur Interoperabilität mit anderen Diensten. Wichtig ist, dass Signal nicht mit Diensten zusammenarbeiten wird, die das Senken ihrer Datenschutzstandards erfordern würden oder die sie daran hindern würden, ihre strengen Datenschutzversprechen gegenüber den Menschen einzuhalten, die sich auf Signal verlassen.



Zukunft von Signal


Signal hat seit seiner Gründung eine starke Fokussierung auf Datenschutz und Privatsphäre. Die neue Managerin, Meredith Whittaker, ist ebenfalls eine Verfechterin dieser Werte und wird sich dafür einsetzen, dass Signal auch in Zukunft im Kontext einer zunehmend zentralisierten und überwachten Welt wächst und gedeiht. Signal arbeitet außerdem an neuen Funktionen wie 24h Stories und Backup-Optionen, die den Datenschutzstandards von Signal entsprechen.




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