Katar verlangt zur Fußball-Weltmeisterschaft die Installation von Spionage-Apps

Fußball-Weltmeisterschaft in Katar: Zugang nur mit Spionage Apps

In Kürze startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar und schon jetzt sorgt das Event für zahlreiche Kontroversen. Die absolute Monarchie Katar setzt noch einen drauf und verlangt von allen Besuchern • die betreffend 18 Jahre alt sind und in das Land einreisen wollen • die Installation von zwei Apps auf ihrem Handy. Die Apps namens “Ehteraz” und “Hayya” sind eine Covid-19-Tracking-App und eine offizielle WM-App die zum Verfolgen des Fußball-WM-Verlaufs und der kostenlosen Metro dient. Doch der Haken an der Sache ist – dass die katarische Regierung mit diesen Apps Zugriff auf sämtliche Daten und Informationen auf dem Smartphone der Nutzer erhält.



Überwachung und Kontrolle von Besuchern


Die Spionage-Apps geben der Regierung von Katar die Möglichkeit, alle Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft zu überwachen und zu kontrollieren. Der Sicherheitschef des NRK, Øyvind Vasaasen, hat sich die beiden Apps genauer angesehen und kommt zu dem Ergebnis, dass damit sämtliche Daten auf dem Handy für die Regierung zugänglich sind. Sie könnten sogar den Inhalt des gesamten Telefons ändern und die Informationen die dort gespeichert sind, einsehen und bearbeiten. Darüber hinaus könnten sie ebenfalls auf Daten aus anderen Apps zugreifen.



Datenschutzproblem in Katar


Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar war von Anfang an umstritten. Die Themen Menschenrechte und Zensur der Medien werfen einen großen Schatten auf das Event. Nun kommt noch ein weiteres Problem hinzu: der Datenschutz. Besucher die welche Spiele live und vor Ort anschauen möchten müssen sich ernsthafte Gedanken darüber machen, ob sie ihre persönlichen Daten und Informationen tatsächlich einer Regierung wie der in Katar anvertrauen möchten.








Kommentare

Die ⚽ Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht kurz bevor und die Verantwortlichen setzen alles daran um das Event trotz der zahlreichen Skandale & Kontroversen durchzuführen. Doch die Verlangsamung von Besuchern zur Installation von Spionage-Apps wirft erneut die Frage nach dem Umgang mit Datenschutz und Privatsphäre auf. Besucher sollten sich gut überlegen ob sie bereit sind ihre Daten und Informationen der katarischen Regierung preiszugeben um an diesem Event teilzunehmen.


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