Italienische Behörden schließen 545 Kanäle wegen Piraterie auf Telegram

Piraterie auf Telegram: 545 italienische Kanäle geschlossen

Die italienischen Behörden haben erneut einen schweren Schlag gegen die Piraterie auf Telegram gelandet, indem sie insgesamt 545 Kanäle beschlagnahmt haben. Die Behörden sind seit Jahren gegen Urheberrechtsverletzungen auf dem Messenger vorgegangen und haben in diesem Fall Durchsuchungen in fünf Regionen Italiens durchgeführt. Acht Personen wurden als mutmaßliche Admins identifiziert und angeklagt.



Hintergründe und frühere Maßnahmen der italienischen Behörden


Italien ist schon lange dafür bekannt, entschlossen gegen Piraterie auf Telegram vorzugehen. Die Behörden haben seit 2019 Kanäle ins Visier genommen die illegalen IPTV-Diensten und Piraterie von Filmen und Fernsehsendungen in Verbindung stehen. Im Jahr 2020 führten Beschwerden des Verbands der Zeitungsverleger (FIEG) über illegale Verbreitung von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern zu einer Dringlichkeitsanordnung die Telegram aufforderte, 19 Kanäle abzuschalten oder selbst zu sperren. Ein Jahr später gab die FIEG bekannt, dass sie weiterhin als 300 Telegram-Kanäle mit ähnlichem Inhalt abgeschaltet habe.



Methoden der Piraten-Kanäle auf Telegram


Die Telegram-Kanäle bieten Nutzern raubkopierte Inhalte wie Filme, Serien und IPTV meistens kostenlos an. Die Kanäle finanzieren sich jedoch über Links die zu E-Commerce-Websites führen und über Sponsoring-Verträge mit Werbetreibenden. Die Polizei hat festgestellt; dass die geschlossenen Kanäle miteinander vernetzt sind.



Ein Beispiel für einen geschlossenen Kanal ist "The Riviste Gratuite" mit 41․046 Mitgliedern. Außerdem wurden "eBook Free House" mit 55․000, "Epub Gold" mit 28․500 und "Giornali Gratuti" mit 21․800 aktiven Usern blockiert.



Die Zukunft piratenartiger Kanäle auf Telegram


Obwohl die italienischen Behörden einen bedeutenden Erfolg gegen die Piraterie auf Telegram erzielt haben, gibt es immer noch viele italienische Kanäle die raubkopierte Inhalte anbieten. Die zuständigen Ermittler werden diese Kanäle sicherlich weiterhin beobachten. Wie lange diese Kanäle jedoch online bleiben können ist ungewiss. Telegram hat sich bisher nicht zu diesem Fall geäußert.




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