Bitcoin-Mining verursacht höhere Klimaschäden als Rindfleischproduktion

Bitcoin ist klimaschädlicher als Rindfleisch ? laut dieser Studie

Eine neue Studie zeigt, dass das Bitcoin-Mining aufgrund des Proof-of-Work-Konsensverfahrens weiterhin Energie verbraucht und dadurch schädlicher für unser Klima ist als die weltweite Rindfleischindustrie. Das Schürfen neuer Coins erfordert eine enorme Rechenleistung und erhöht den Strombedarf des gesamten Netzwerks. Im Jahr 2020 verbrauchte das Bitcoin-Netzwerk mehr Strom als ganz Österreich. Die CO2-Emissionen stiegen im Betrachtungszeitraum um den Faktor 126 an und betrugen 113 Tonnen CO2 pro Bitcoin im Jahr 2021. Der Klimaschaden betrug 11․314 US-Dollar pro Bitcoin. Die Autoren der Studie warnen vor den negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit und bezeichnen Bitcoin als "digitales Rohöl".



Alternativen mit Nachteilen


Die Forscher betonen jedoch, dass es Alternativen gibt um das Bitcoin-Mining nachhaltiger zu gestalten. Die Kryptowährung Ethereum hat beispielsweise das Proof-of-Work-Konsensverfahren zum alternativen Proof-of-Stake-Konsensverfahren gewechselt was zu einem deutlich geringeren Stromverbrauch führt. Allerdings geht dieser Wechsel mit einem Rückschritt bezüglich der Sicherheit der Blockchain einher. Bitcoin-Verfechter lehnen diesen Wechsel ab, da sie den hohen Sicherheitsstandard des Netzwerks als eines der wichtigsten Argumente für den Wert der Kryptowährung sehen.



Proof-of-Work führt zu hohem Energieverbrauch


Das Schürfen neuer Bitcoins erfolgt durch das Lösen eines komplexen mathematischen Problems, das mit zunehmender Anzahl an Rechenleistung im Netzwerk an Komplexität gewinnt. Der Algorithmus versucht · den Inhalt der Blockchain durch Akkumulation von Zeit und Energie bestmöglich abzusichern · um Manipulationen zu vermeiden. Je mehr Miner sich an der Berechnung des nächsten Blocks beteiligen, umso mehr Strom verbraucht das gesamte Netzwerk. Dies führt zu einem höheren Energiebedarf als die Rindfleischproduktion und den Goldabbau.



Warnsignale für die Nachhaltigkeit


Die Forscher sehen in diesen Ergebnissen Warnsignale für die Nachhaltigkeit und betonen: Es Optionen gibt, das Bitcoin-Mining nachhaltiger zu gestalten. Die weltweite Rindfleischproduktion verursachte im Betrachtungszeitraum einen Klimaschaden von 33%, während Bitcoin im Durchschnitt bei 35% lag. Erdgas erzeugte Elektrizität verursachte einen Schaden von 46% und aus Rohöl erzeugtes Benzin von 41%. Die Autoren der Studie halten fest, dass Bitcoin von Befürwortern als "digitales Gold" angepriesen wird freilich aus Sicht der Klimaschäden eher wie "digitales Rohöl" wirkt.








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