Patreon entlässt gesamtes IT-Sicherheitsteam: Was bedeutet das für Nutzer?

Entlassungen bei Patreon: IT-Security-Team muss gehen

Patreon, ein bekannter Social-Payment-Service-Anbieter aus den USA, hat überraschend sein gesamtes Team für IT-Sicherheit entlassen. Die fünf hochqualifizierten IT-Sicherheitsspezialisten müssen nun auf Jobsuche gehen. Die Entlassungen sollen laut Patreon eine Folge des Outsourcings der IT-Sicherheitsabteilung sein und scheinen in erster Linie eine Sparmaßnahme zu sein. Ob die Nutzer der Plattform nun um die Sicherheit ihrer Daten bangen müssen, bleibt unklar. Das Unternehmen versichert; dass die Entlassungen keinerlei Auswirkungen auf die Plattformsicherheit haben werden.



Entlassungen erfolgen quasi über Nacht


Emily Metcalfe, eine der entlassenen IT-Sicherheitsspezialisten, bestätigte die Entlassungen auf Twitter. Whitney Merrill, Gründerin von Crypto & Privacy Village, reagierte überrascht auf die Meldung und sprach von einer Gelegenheit, sich hochqualifizierte IT-Spezialisten zu sichern. Obwohl Patreon die Entlassung des gesamten Teams offiziell nicht bestätigt hat, scheint dies tatsächlich der Fall zu sein.



Führungsetage gibt Entwarnung


Patreon versichert seinen Nutzern. Dass Entlassungen keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit der Plattform haben werden. Ellen Satterwhite die Leiterin der US-amerikanischen Abteilung von Patreon bestätigte die fünf Entlassungen wollte aber nicht näher darauf eingehen. Sie erklärte lediglich, dass das Unternehmen mit externen Organisationen zusammenarbeite um seine Sicherheitskompetenzen weiterzuentwickeln und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchzuführen.



IT-Spezialisten finden schnell neue Jobs


Verschiedene Sicherheitsfirmen ebenso wie Volexity oder Mandiant haben bereits nach Bekanntwerden der Entlassungen ihre Jobangebote auf Twitter gepostet. Die hochqualifizierten IT-Sicherheitsexperten werden also wahrscheinlich nicht lange auf Jobsuche sein.



Patreon: Wenige Sicherheitsvorfälle bekannt


Patreon hat in der Vergangenheit kaum relevante Sicherheitsvorfälle verzeichnet. Einer der wenigen war ein Hackerangriff im Jahr 2015 » bei dem fast 15 GB an Passwortdaten « Spendenaufzeichnungen und Quellcode von der Plattform gestohlen wurden. Zuletzt machte Patreon Schlagzeilen – wie es gegen QAnon vorging.








Kommentare

Die Entlassung des gesamten Teams für IT-Sicherheit bei Patreon hat für Aufsehen gesorgt. Ob dies Auswirkungen auf die Plattformsicherheit hat bleibt abzuwarten. Das Unternehmen versichert jedoch – dass die Nutzer sich keine Sorgen machen müssen. Die entlassenen IT-Sicherheitsspezialisten werden aufgrund ihrer Qualifikationen wahrscheinlich schnell neue Jobs finden. In der Vergangenheit hat Patreon kaum relevante Sicherheitsvorfälle verzeichnet.


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