Pornhub auf Instagram gesperrt: Jugendschutz gewinnt Etappensieg

Pornhub: Instagram sperrt Konto nach zahlreichen Beschwerden

Das Instagram-Konto von Pornhub hatte 13,1 Millionen Follower und veröffentlichte 6.200 Beiträge. Doch nach zahlreichen Beschwerden wurde das Konto nun von Instagram gesperrt. Meta, die Muttergesellschaft von Instagram, hat bisher keine Stellungnahme dazu abgegeben. Damit konnte ein Etappensieg für Jugendschützer errungen werden.



Visa und Mastercard haben kürzlich ihre Zusammenarbeit mit TrafficJunky eingestellt - dem Werbezweig der Pornhub-Muttergesellschaft MindGeek. Grund dafür war eine Klage wegen der Verbreitung von Kinderpornografie, wobei Visa MindGeek der wissentlichen Unterstützung bei der Monetarisierung illegaler Inhalte beschuldigte. Eine der Klägerinnen behauptet, dass sie im Alter von 13 Jahren von ihrem damaligen Freund gezwungen wurde, ein sexuell eindeutiges Video zu drehen, welches er ohne ihr Wissen oder Zustimmung auf Pornhub hochlud. Diese Klage war eine von mehr als zwei Dutzend Klagen gegen Pornhub und MindGeek im vergangenen Jahr.



Aufgrund der zahlreichen Beschwerden traten der CEO und der COO von MindGeek im Juni zurück und das Unternehmen entließ eine unbekannte Anzahl von Mitarbeitern. MindGeek hat jedoch betont, dass sie "null Toleranz für die Veröffentlichung illegaler Inhalte auf seinen Plattformen" haben und dass "jede Unterstellung, dass MindGeek die Beseitigung von illegalem Material nicht ernst nimmt, kategorisch falsch" sei.



Obwohl die von Pornhub auf Instagram geteilten Inhalte nicht pornografisch waren, warb das Unternehmen "direkt für Pornografie" und ermutigte seine Follower, Pornodarsteller zu werden. Daher hat sich das National Center on Sexual Exploitation (NCOSE) für die Entfernung von Pornhub eingesetzt und begrüßt die Entscheidung von Instagram, die Partnerschaft mit Pornhub zu beenden. Das Unternehmen bleibt jedoch auf Twitter und YouTube präsent.



Pornhub ist bereits seit Jahren im Fadenkreuz der Jugendschützer. Die deutsche Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) hat das Videoportal vor zwei Jahren untersucht und kam zu dem Schluss, dass dort "kein Kinder- und Jugendschutz gewährleistet" sei.








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