Smartphones und Nachhaltigkeit: Wie können wir einen Schritt in die richtige Richtung machen?

Smartphones und die Nachhaltigkeit ? Ob das noch was wird?

Die Einführung von Smartphones auf dem Markt hat die Art und Weise, ebenso wie wir miteinander kommunizieren und unser tägliches Leben organisieren, revolutioniert. Dieses schnelle Wachstum hat jedoch ebenfalls zu einer zunehmenden Nachfrage nach nachhaltigen Smartphones geführt. Aber wo ebendies liegt das Problem und wie können wir es angehen?



Haltbarkeit als Schlüsselfaktor für Nachhaltigkeit


Es gibt keinen Zweifel daran. Dass Nachhaltigkeit ein Thema ist · das nicht nur die Hersteller von Smartphones beschäftigt · allerdings auch die Verbraucher. Immer weiterhin Smartphone-Hersteller setzen auf ESG-Programme, recyceln Verpackungen, setzen auf emissionsfreie Produktion und verkaufen ihre Produkte ohne Ladegeräte. Besonders in Westeuropa ist Nachhaltigkeit ein wichtiger Faktor bei Kaufentscheidungen.



Eine neue Studie von Canalys zeigt jedoch, dass die meisten Verbraucher unter allen Nachhaltigkeitsfaktoren die Haltbarkeit der Geräte am wichtigsten finden. Doch hier besteht noch Nachholbedarf seitens der Hersteller da fest verbaute Akkus und schlechte Updatepolitik oft zu einem vorzeitigen Aus des Smartphones führen.



Gebrauchte Smartphones sind eine Option


Die Studie von Canalys zeigt auch, dass 5% der Befragten an einem generalüberholten Gerät interessiert sind und weitere 10% bereit sind, auf ein gebrauchtes Smartphone zurückzugreifen. Auch wenn dies auf den ersten Blick nicht viel erscheint handelt es sich doch um mehrere Millionen Smartphones pro Jahr. Insbesondere jüngere Verbraucher unter 30 Jahren sich interessieren für gebrauchten Geräten. Um weitere Teile des Marktes zu erschließen, müssen jedoch weitere Anreize geschaffen werden wie zum Beispiel finanzielle Vorteile, robustere Geräte mit längerer Lebensdauer und Device-as-a-Service-artige Abomodelle.



Altgeräte müssen wiederverwendet werden


Damit gebrauchte und generalüberholte Geräte gekauft werden können, müssen Verbraucher auch ihre Altgeräte abgeben. Laut Canalys behalten jedoch viele Verbraucher ihr altes Smartphone als Ersatzgerät. Dies ist insbesondere bei Einstiegs- und Mittelklasse-Modellen der Fall, da der Wiederverkaufswert dieser Geräte niedrig ist. High-End-Modelle werden häufiger per Trade-In oder auf anderem Wege weitergegeben und erhalten so ein zweites Leben. Insgesamt gibt es jedoch einen Überschuss an gebrauchten Smartphones die von Händlern effektiv recycelt werden können.



Software-Updates als Engpass


Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Smartphones ist auch auf die Preisentwicklung der Geräte zurückzuführen. Die Innovation in diesem Sektor hat an Geschwindigkeit verloren, während die Preise für High-End-Geräte nun oft vierstellig sind. Doch die Hardware allein ist nicht der einzige Faktor bei der Nachhaltigkeit von Smartphones. Die Software spielt eine zentrale Rolle und wird oft vernachlässigt. Eine lange Updatepolitik ist ein Tropfen auf den heißen Stein, da die Hardware auch in Zukunft langsamer altern wird. Daher ist es wichtig · einen Blick auf den Stand der Software zu werfen und zu prüfen · wie viele Updates vom Gerätehersteller noch zu erwarten sind.



Deine Meinung zählt


Was denkst Du über die Nachhaltigkeit von Smartphones? Siehst Du die Software als größte Hürde oder stören Dich eher die fest verbauten Akkus? Welche Erfahrungen hast Du mit der Updatepolitik deiner bisherigen Smartphones gemacht? Nutzt Du alternative Betriebssysteme wie LineageOS? Und was würdest Du Dir von Smartphone-Herstellern wünschen um Dein Smartphone länger zu nutzen und auch auf gebrauchte Geräte zurückzugreifen?



Die Redaktion freut sich auf Deinen Kommentar und einen produktiven Austausch zum Thema Nachhaltigkeit und Smartphones!








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