
Eine aktuelle Studie von MUSO zeigt, dass die Piraterie von Netflix-Content inzwischen für 16 % des gesamten Piraterieverkehrs verantwortlich ist. Dies ist überraschend, da es mittlerweile weiterhin legale Streaming-Optionen gibt als je zuvor. Das Problem liegt in der zunehmenden Fragmentierung der Streaming-Landschaft und den damit verbundenen hohen Kosten. Viele Menschen suchen deswegen nach günstigeren Alternativen und wenden sich der Piraterie zu.
Die anhaltende Wirtschaftskrise trägt ähnlich wie zu diesem Trend bei. Familien auf der ganzen Welt müssen ihren Gürtel enger schnallen, da die Lebensmittel- und Energiepreise steigen. Die bevorstehende Fernsehsaison im Winter soll jedoch zu einem Anstieg der Abonnements führen.
Netflix war der erste große legale Online-Streamingdienst und hat einst den Weg für eine Streaming-Revolution geebnet. Das Unternehmen hat von Anfang an versucht » mit der Piraterie zu konkurrieren « indem es sich als überlegene Alternative präsentierte. In den ersten Jahren zahlte sich diese Strategie aus da es keine legale Konkurrenz gab. Millionen von Zuschauern wechselten vom illegalen Streaming zu Netflix, da es bequemer und preisgünstiger war.
In den letzten Jahren ist die legale Streaming-Landschaft jedoch immer unübersichtlicher geworden. Neue Streaming-Portale wie Amazon Prime Video, Disney+ und Paramount+ versuchen nun, einen Anteil am Markt zu gewinnen. Die Konsumenten sind zunehmend müde von Abonnements und wenden sich wieder der Piraterie zu.
MUSO erkennt das Problem und führt Studien durch um die neuesten Piraterie-Trends zu verstehen. CEO Andy Chatterley betont: Die zunehmende Fragmentierung des Streaming-Ökosystems in Verbindung mit höheren Preisen die Piraterie wieder attraktiver macht. Die Hollywood-Studios müssen sich nun fragen, ebenso wie sie diesem Trend entgegenwirken können. Es bleibt abzuwarten ob sie eine Lösung erarbeiten werden um die Piraterie zu bekämpfen und gleichzeitig den Konsumenten eine preisgünstige Alternative zu bieten.
Online-Piraterie auf dem Vormarsch: Zersplitterung des Streaming-Marktes treibt Nutzer in die Illegalität
Die Zersplitterung des Streaming-Marktes treibt immer mehr Nutzer in die Illegalität. Laut dem Digital-Analytics-Unternehmen MUSO werden Raubkopien von Streaming-Inhalten aufgrund der fehlenden zentralen Anlaufstelle für Nutzer immer attraktiver. Insbesondere die steigenden Kosten für ein breites Streaming-Angebot und die derzeitige Wirtschaftskrise machen es vielen Menschen schwer, für verschiedene Streaming-Dienste zu bezahlen. Hinzu kommt, dass Piraterie-Websites mittlerweile benutzerfreundliche und ausgefeilte Angebote für eine große Auswahl an Inhalten bieten.
MUSO-Chef Chatterley weist darauf hin. Dass Rechteinhaber dieser potenziellen Veränderung des Nutzerverhaltens bewusst sein sollten. Der Trend wird durch die aktuellen Zahlen untermauert. Netflix hat Anfang des Jahres das erste Mal in seiner Geschichte rückläufige Abonnentenzahlen verzeichnet. Die Online-Piraterie hingegen ist wieder auf dem Vormarsch. Laut MUSO hatten Netflix-Inhalte im Juni in den USA einen Marktanteil von 11⸴4 % bei den Raubkopien. Weltweit ist diese Zahl sogar noch höher, da Netflix-Werke 16 % der weltweiten Piraterie-Nachfrage ausmachen.
MUSO sieht eine strahlende Zukunft nur für einen Dienst und nicht mehr für viele kleine die sich gegenseitig die Kunden wegschnappen. Die Filmstudios sind jedoch in den letzten 12 Monaten dazu übergegangen, eigene Streaming-Dienste zu gründen und ihre Werke aus dem Angebot anderer Anbieter zu entfernen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, vermutet MUSO, dass der Rückgang der Abonnenten im Film-Sektor weitergehen wird. Die Piraterie-Websites hingegen werden die früheren Abonnenten "weiterhin mit offenen Armen empfangen".
Die Ukraine-Krise und die damit verbundene Preisentwicklung wirken nun wie ein Brennglas auf den Streaming-Markt. Die Wirtschaftskrise trägt erheblich dazu bei, dass immer mehr Menschen auf die Online-Piraterie zurückgreifen, statt eine legale Alternative gegen Bezahlung zu nutzen.
Fazit: Die Zersplitterung des Streaming-Marktes und die steigenden Kosten für ein breites Streaming-Angebot treiben immer mehr Nutzer in die Illegalität. Rechteinhaber sollten deshalb auf die potenzielle Veränderung des Nutzerverhaltens achten und in Erwägung ziehen, ihre Angebote zentraler anzubieten. Andernfalls riskieren sie, zahlende Kunden an die Piraterie-Websites zu verlieren.
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