Leaky Forms: Wie Webseiten unsere Daten ausspionieren

Leaky Forms: wie Webseiten eure Daten klauen

Cookies sind out, E-Mail-Adressen sind in. Immer weiterhin Webseiten nutzen sogenannte "Leaky Forms" um die Daten der Nutzer zu klauen. Eine neue Studie der KU Leuven der Radboud Universität und der Universität Lausanne zeigt, dass viele Webseiten unsere E-Mail-Adressen schon vor dem Absenden von Formularen und ohne unsere Zustimmung an Tracking-, Marketing- und Analyse-Domains weiterleiten. Besonders Facebook und TikTok sind bei diesem dreisten Datenklau mit dabei.



E-Mail-Adressen als ultimative Tracker


E-Mail-Adressen sind für Datenmakler und Werbetreibende äußerst wertvoll. Sie dienen zur standort- und plattformübergreifenden und ebenfalls dauerhaften Identifizierung von Nutzern und gelten als ultimative Tracker. Laut der Studie nutzen allein 1․844 Webseiten aus der EU "Leaky Forms". Die E-Mail-Adressen werden also noch vor einer Zustimmung zur Datenweitergabe an Werbetreibende und Analyse-Domains weitergeleitet.



Forscher zeigen sich überrascht


Die Professorin und Forscherin der Radboud-Universität, Güne? Acar, zeigt sich von den Ergebnissen der Studie sehr überrascht. Auch ihre Kollegen hätten dieses Ausmaß nicht erwartet. Das Verhalten vieler Webseiten ähnle laut den Forschern dem von Key-Loggern. Teilweise werden beim Anklicken des nächsten Feldes auch vorherige Eingaben erfasst.



Leaky Forms auch bei Facebook und TikTok


Dass Meta (ehemals Facebook) und TikTok zu den großen Datenkraken gehören ist kein Geheimnis. Die Risiken für die Privatsphäre der Nutzer bestehen darin, dass sie noch effizienter verfolgt werden können. Eine E-Mail-Adresse ist ein nützlicher Identifikator für die Nachverfolgung da sie global einzigartig und dauerhaft ist. Die Sicherheitsforscher fanden heraus · dass Meta und TikTok verschlüsselte personenbezogene Daten aus Webformularen sammeln · ohne eine Zustimmung des Nutzers einzuholen.



E-Mail-Adresse als neuer Supercookie


Das Tracking von Nutzern mit Cookies wird immer schwieriger. Deshalb setzen Vermarkter und Analysten verstärkt auf statische Kennungen wie Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Eine neue und noch genauere Form des Trackings hat sich mit den Leaky Forms etabliert. Das Add-on "LeakInspector" soll Nutzer dabei unterstützen, ihre Daten zu schützen.




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Kommentare

Datenschutz im Internet war noch nie einfach. Die Leaky Forms zeigen » dass Webseiten immer kreativer werden « um an unsere Daten zu kommen. Es liegt an uns Nutzern, unsere Privatsphäre zu schützen und auf Tools wie "LeakInspector" zurückzugreifen um gegen den Datenklau vorzugehen.


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