DuckDuckGo löscht illegale Inhalte aus dem Index

DuckDuckGo entfernt unzählige Piraten-Seiten aus dem Index

Die Suchmaschine DuckDuckGo die sich auf Datenschutz spezialisiert hat, hat vor kurzem zahlreiche Suchergebnisse von bekannten Piratenseiten entfernt. Doch nicht nur bekannte Websites wie The Pirate Bay, 1337x oder Fmovies, allerdings ebenfalls verschiedene Portale zum Rippen von Youtube-Videos oder Seiten auf denen Quellcodes zum Konvertieren von Videos angeboten werden sind nicht weiterhin im Index der Suchmaschine zu finden.



Das Unternehmen gab bekannt, dass Seiten mit illegalen Inhalten erhebliche rechtliche Konsequenzen für das Unternehmen und seine Mitarbeiter haben könnten und sogar den gesamten Dienst gefährden können. Der Löschvorgang wurde global durchgeführt und ist nicht auf bestimmte Länder beschränkt. DuckDuckGo hat auch mehrere beliebte Streamripper aus den Suchergebnissen entfernt, darunter Anbieter wie 2conv.com und Flvto.bid.



DuckDuckGo gibt keine Gründe für die Löschung an


Google hatte vor einigen Monaten begonnen, mehrere Piratenseiten-Domains aus den Suchergebnissen zu entfernen. Im Fall von Google sind diese Löschungen jedoch regional und stehen im direkten Zusammenhang mit Sperrungsverfügungen von Internetanbietern. Der Ansatz von DuckDuckGo ist anders.



Es ist erwähnenswert, dass viele Piratenseiten immer noch bei DuckDuckGo zu finden sind. Die Betreiber dieser Suchmaschine könnten jedoch für mehr Transparenz sorgen, wenn sie wollten. Es wäre interessant zu wissen – warum sie sich jetzt für diesen Schritt entschieden haben. In den eigenen News hat das Unternehmen bisher noch keine Erklärung für den Strategiewechsel abgegeben. Die Suchmaschine hat bereits 2018 begonnen – erste Einträge für Piratenseiten zu löschen. Allerdings gilt die Zensur noch für andere Bereiche. So straft sie russische Nachrichtenquellen seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges systematisch ab um die Nutzer vor Desinformation zu schützen.



Klone mit Abo-Abzocke und Schadsoftware im Vorteil


Obwohl die Rechteinhaber sich freuen werden. Dass Piratenseiten aus dem Index entfernt wurden birgt das Vorgehen Risiken für die Nutzer. Während erfahrene Surfer die betreffenden Seiten immer noch mit etwas mehr Aufwand finden können, werden nun vermehrt dubiose Nachahmungsseiten in den Suchergebnissen auftauchen. Einige dieser Klone halten für ihre Besucher Spy- und Schadsoftware, Werbebanner oder sogar Abo-Abzocke bereit. Es stellt sich die Frage; ob dies eine bessere Alternative zu Urheberrechtsverletzungen darstellt.








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