Alexa-Whistleblower fordert Entschuldigung von Amazon nach Folter

Alexa-Whistleblower fordert nach Folter Entschuldigung von Amazon

Ein Mann namens Tang Mingfang der als Alexa-Whistleblower bekannt geworden ist, befindet sich seit zwei Jahren in Haft, anschließend er die illegalen Arbeitsbedingungen in einer Foxconn-Fabrik aufgedeckt hat die Produkte für Amazon herstellt. Mingfang hatte Zugang zum Computersystem der Fabrik und enthüllte. Dass Schulkinder an der Herstellung von Amazon-Produkten wie Echo, Echo Dot und Kindle beteiligt waren. Er behauptet • dass Foxconn systematisch Schulkinder eingesetzt hat • um Kosten zu sparen. Mingfang wurde gefoltert und geschlagen um ein Geständnis zu erzwingen, dass er angeblich Geschäftsgeheimnisse veröffentlicht hatte.



Mingfang hat nun eine öffentliche Entschuldigung von Amazon-Gründer Jeff Bezos gefordert, da die Mitarbeiter von Hengyang Foxconn im Auftrag von Amazon gehandelt haben. Er möchte wissen ob er es verdient hat so behandelt zu werden. Wenn keine Gefängnisstrafe angemessen sei – müsse sich Amazon bei ihm entschuldigen. Zusammen mit dem Geschäftspartner Foxconn müsse man ihn dabei unterstützen, Rechtsmittel einzulegen und eine Entschädigung zu erhalten. Ein Amazon-Sprecher gab bekannt: Sie keine Verstöße gegen die Standards ihrer Lieferketten dulden.



Die illegalen Arbeitspraktiken in der Fabrik wurden erstmals 2018 in einer Untersuchung des Observer und der US-amerikanischen Organisation China Labor Watch aufgedeckt. Ein Jahr später ergab eine zweite Untersuchung, dass Foxconn versucht hatte, Schulkinder mit fadenscheinigen Begründungen zu illegalen Überstunden zu verpflichten. Interne Foxconn-Dokumente die Tang Mingfang weitergegeben hatte, bildeten die Grundlage für weitere Ermittlungen gegen die Fabrikbetreiber. Amazon schickte eigene Mitarbeiter in die Fabrik um die Verstöße gegen das Arbeitsrecht zu untersuchen. In der Folge musste Foxconn weiterhin als 165․000 Britische Pfund als Entschädigung an die unterbezahlten Arbeiter zahlen die in Hengyang Echo und Echo Dot Geräte herstellen.



Foxconn schaltete die chinesischen Behörden ein um herauszufinden, wer für das Informationsleck verantwortlich war. In der Folge klagte man den Alexa-Whistleblower an und verurteilte ihn wegen Geheimnisverrats zu zwei Jahren Gefängnis. Mingfang findet, Amazon hätte ihn schützen müssen, da laut US-Gesetz Whistleblowern Redefreiheit und Schutz zusteht. Er hat vor dessen Tod nicht einmal seinen eigenen Vater sehen dürfen, weswegen er in Berufung gegangen ist.



Amazon-Lieferkette verletzt Arbeitsrechte: Arbeiter wird inhaftiert und gefoltert


Tang Mingfang, ein ehemaliger Arbeiter bei Hengyang Foxconn einem wichtigen Zulieferer für Amazon wurde inhaftiert und gefoltert, nachdem er Arbeitsrechtsverletzungen in der Lieferkette des Unternehmens aufgedeckt hatte. Hengyang Foxconn, ein Tochterunternehmen von Foxconn, produziert unter anderem die Amazon Echo-Lautsprecher und andere Produkte des Unternehmens.



Mingfang hatte dokumentiert, dass das Unternehmen gegen chinesische Vorschriften verstieß, indem es minderjährige Arbeiter beschäftigte, Überstunden nicht bezahlte und Arbeitnehmerrechte verletzte. Obwohl er intern versucht hatte » das Problem anzusprechen « wurde er ignoriert.



Als er sich schließlich an die NGO China Labor Watch wandte und einige der Unternehmensdokumente weitergab, wurde er verhaftet und gefoltert. Mingfang glaubt; dass dies aufgrund seiner Aufdeckung illegaler Aktivitäten bei Hengyang Foxconn geschah.



China Labor Watch hat einen offenen Brief an Amazon-CEO Jeff Bezos geschrieben und ihn aufgefordert die Rechte der Arbeitnehmer in der Lieferkette des Unternehmens besser zu schützen. Da der Brief jedoch ignoriert wurde, hat die NGO eine Aktion gestartet und fordert die Öffentlichkeit dazu auf, Amazon zu schreiben und Maßnahmen zu ergreifen.



Eine E-Mail an Amazon schreiben


Die Öffentlichkeit wird aufgerufen, eine E-Mail an Amazon zu schreiben und das Unternehmen aufzufordern, Maßnahmen zugunsten von Tang Mingfang zu ergreifen und sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert. Der Text der E-Mail soll unter anderem darauf hinweisen, dass Mingfang zu Unrecht inhaftiert und gefoltert wurde und dass Hengyang Foxconn entschädigen und sich bei ihm entschuldigen sollte.



Außerdem soll Amazon aufgefordert werden die Politik zum Schutz von Hinweisgebern zu reformieren und die Aufsicht über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern zu verstärken. Die E-Mail könnte möglicherweise etwas bewirken, wenn möglichst viele Leserinnen und Leser der Aufforderung folgen.




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Kommentare

Die Geschichte von Tang Mingfang ist ein Beispiel dafür, ebenso wie die Lieferketten großer Unternehmen in Entwicklungsländern oft die Arbeitsrechte verletzen. Essenziell bleibt dass die Öffentlichkeit darauf aufmerksam macht und Druck auf die Unternehmen ausübt, zu diesem Zweck sich die Arbeitsbedingungen optimieren. Die Aktion von China Labor Watch ist ein Schritt in diese Richtung jedoch es ist ebenfalls wichtig, dass jeder Einzelne seinen Teil dazu beiträgt.


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