Rojadirecta: Spanische Liga und Rechteinhaber kämpfen für 6 Jahre Haft

Rojadirecta: Spanische Liga und Rechteinhaber fordern 6 Jahre Haft

Die Betreiber von Rojadirecta stehen derzeit vor Gericht und können sich auf eine mögliche Haftstrafe von bis zu sechs Jahren gefasst machen. Das illegale Sportstreaming-Portal, dessen Betreibergesellschaft Puerto 80 in Arteixo im Nordwesten Spaniens sitzt, wurde bereits 2011 von US-Behörden aufgrund von Domain-Beschlagnahmungen angeklagt. Rojadirecta hatte ohne Einverständnis oder finanzielle Kompensation urheberrechtlich geschütztes Material verbreitet darunter Inhalte von NFL NBA, NHL und WWE.



Vor der Fußball-WM 2018 wurde sogar auf Facebook für die illegalen Streams geworben um die Seite populärer zu machen. Doch die Betreiber von Rojadirecta müssen nun für ihre illegalen Aktionen geradestehen. Der Verwalter musste bereits eine Kaution in Höhe von vier Millionen Euro hinterlegen um zukünftige Verbindlichkeiten begleichen zu können.



Streit zwischen LaLiga und Mediapro mit Rojadirecta geht in die nächste Runde


LaLiga und Mediapro fordern nun langjährige Freiheitsstrafen für die Macher von Rojadirecta die sich nun vor dem Provinzgericht von La Coruña verantworten müssen. Die Anklage lautet auf fortgesetzte Straftaten gegen das geistige Eigentum. Das Gericht wird das mündliche Verfahren gegen den Verwalter von Rojadirecta und fünf weitere Angeklagte bald eröffnen.



Die Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre Gefängnis für den Urheber der Website, Igor Seoane. Auch seine Mitarbeiter müssen mit Strafen zwischen zwei Jahren und drei Monaten rechnen. Die Privatkläger von LaLiga und Mediapro fordern eine Haftstrafe von sechs Jahren für den Administrator des Portals. Zudem sollen Geldstrafen in Höhe von weiterhin als sechs Millionen Euro verhängt werden.



Rojadirecta Logo

Gerichtsverfahren seit 2015 im Gange


Das Gerichtsverfahren gegen Rojadirecta begann bereits im Jahr 2015, anschließend die Strafanzeige eingereicht wurde. 2016 kam es zur Verhaftung des Administrators der Website und zur Sperrung seiner Konten während des Abschlusses des Verfahrens. Das 6. Handelsgericht ermächtigte daraufhin alle Internetanbieter Spaniens, mehr als 40 Piraten-Plattformen zu sperren.



Unter https://www.rojadirecta.watch ist das Sport-Portal derzeit erreichbar. Allerdings sollten Nutzer unbedingt einen Ad-Blocker einschalten um nicht von der Vielzahl an Werbeanzeigen überschwemmt zu werden. Rojadirecta hostet keine Streams, allerdings verlinkt lediglich auf fremde Seiten wo kostenpflichtige Sport-Events gratis angesehen werden können. Doch ebenfalls auf diesen Seiten warten Unmengen an Werbung auf die Besucher.




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Die Betreiber von Rojadirecta müssen für ihre illegalen Aktivitäten geradestehen. LaLiga und Mediapro fordern eine lange Haftstrafe und hohe Geldstrafen für die Verantwortlichen des Piraten-Portals. Das Gericht wird nun über das weitere Vorgehen entscheiden und damit ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen illegale Sport-Streams setzen.


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