Kosovos Krypto-Mining-Verbot führt zu Beschlagnahmungen von 300 Mining-Rigs

Krypto-Mining: Polizei in Kosovo beschlagnahmt 300 Kryptowährungs-Mining-Rigs

Kosovos Regierung hat im Januar 2022 ein Krypto-Mining-Verbot erlassen um der Energiekrise entgegenzuwirken. Infolge dessen haben die örtlichen Behörden mehrere Razzien durchgeführt und ~circa․ 300 Kryptowährungs-Mining-Rigs beschlagnahmt. Die Beschlagnahmungen führten zu erheblichen Einsparungen an Steuergeldern und stellen sicher. Dass Hunderte von kosovarischen Familien während der andauernden Krise Strom erhalten.



Hintergründe zur Energiekrise im Kosovo


Wie viele andere Länder in Europa kämpft ebenfalls der Kosovo derzeit mit einer schweren Energiekrise. Auslöser dafür waren Ausfälle in Kohlekraftwerken und hohe Importpreise. Derzeit werden 40 Prozent der Energie im Kosovo importiert was die Lage verschärft, da weltweit steigende Strompreise und eine zunehmende Nachfrage die Energieversorgung beeinträchtigen. Im Dezember 2021 führte die Stromkrise sogar zu einer 60-tägigen Notstandsphase im Land. Um den Konsum im Winter zu reduzieren und Stromengpässe zu vermeiden, beschloss die Regierung Anfang Januar ein generelles Verbot des Krypto-Minings.



Krypto-Mining führt zu übermäßiger Belastung der Stromnetze


Das Schürfen neuer digitaler Münzen geht mit einem hohen Energieverbrauch einher. Im Kosovo hatte das bis dahin niedrige Strompreisniveau das Krypto-Mining begünstigt. Die steigende Nachfrage nach Krypto-Mining-Aktivitäten führte jedoch dazu, dass die Stromnetze übermäßig belastet wurden. Ein Miner berichtete: Er monatlich ~circa․ 170 Euro für Strom zahlen musste jedoch ein Gewinn von rund 2․400 Euro aus dem Mining erzielte.



Polizeiaktionen und Beschlagnahmungen von Krypto-Mining-Rigs


Nur wenige Tage nach Inkrafttreten des Krypto-Mining-Verbotes führten die örtlichen Strafverfolgungsbehörden Razzien durch und beschlagnahmten insgesamt 272 "Antminer"-Bitcoin-Rigs in der Gemeinde Leposavic. Weitere 39 Kryptowährungs-Mining-Geräte wurden in einer separaten Aktion in der Umgebung von Prishtina beschlagnahmt. Die Polizei stoppte auch ein Fahrzeug – das mit verbotener Ausrüstung unterwegs war. Der Fahrer hatte sechs Krypto-Mining-Rigs und 42 Grafikkarten im Kofferraum seines Autos versteckt.



Reaktionen auf die Beschlagnahmungen


Die kosovarische Wirtschaftsministerin Artane Rizvanolli hob hervor, dass die Razzien dazu beitragen würden Zehntausende Euro an Steuergeldern zu sparen. Sie betonte auch, dass die Beschlagnahmung der Krypto-Mining-Rigs sicherstellen würde, dass Hunderte von kosovarischen Familien während der anhaltenden Krise Strom erhalten. Der Finanzminister Hekuran Murati erklärte: Die beschlagnahmten Geräte ähnlich wie Strom verbrauchten wie 500 Haushalte im Monat oder zwischen 60․000 und 120․000 Euro kosten würden. Ein im Kosovo ansässiger Rechtsexperte, Arber Jashari, bemerkte jedoch, dass es keine genügende Rechtsgrundlage für das Verbot des Krypto-Minings gebe, da kein spezielles Gesetz dieses Thema regle. Obwohl ein Gesetz zur Kryptowährung Oktober 2021 ausgearbeitet wurde, steht die Verabschiedung durch das Parlament noch aus.




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