Riot Games zahlt 100 Millionen Dollar für Diskriminierung von Mitarbeiterinnen

Sexismus bei Riot Games: Statt 10 nun 100 Millionen Dollar für Mitarbeiterinnen

Riot Games, das Studio hinter dem erfolgreichen Spiel League of Legends, gibt bekannt, dass es nun 100 Millionen US-Dollar für die Beilegung einer Sammelklage aufgrund von Diskriminierung von Mitarbeiterinnen bezahlen wird, anstatt der ursprünglich geplanten 10 Millionen US-Dollar. Im Rahmen der außergerichtlichen Einigung sollen 80 Millionen US-Dollar an alle weiblichen Mitarbeiterinnen die seit 2014 bei Riot Games tätig waren, ausgezahlt werden. Weitere 20 Millionen US-Dollar sind für Anwaltsgebühren und andere Kosten der jahrelangen Auseinandersetzung vorgesehen. Die Einigung muss jedoch noch von einem Gericht genehmigt werden.



Achtmal ähnlich wie Geld für doppelt so viele Frauen


Riot Games gehört seit 2015 vollständig dem chinesischen Publisher Tencent ist für das immens erfolgreiche League of Legends verantwortlich und hat ebenfalls die zugehörige, hochgelobte Serie Arcane entwickelt. 2018 hatte das US-Magazin Kotaku öffentlich gemacht, ebenso wie Mitarbeiterinnen bei dem Studio systematisch unterdrückt und gedemütigt worden seien. So seien zum Beispiel ungefragt Penisbilder verschickt worden, auch von Griffen in den Schritt war die Rede. Mitarbeiterinnen seien zusätzlich schlechter bezahlt & Beförderungen blockiert worden. Bei Firmenchef Nicolo Laurent heißt es dazu nun, dass man sich damals der Erkenntnis habe stellen müssen, "dass wir nicht immer unseren Werten gerecht geworden sind". Riot Games habe danach Initiativen begonnen – die zur Verwendung eine offenere Unternehmenskultur sorgen sollen.



Eigentlich war zwischen den Beteiligten der Sammelklage und Riot Games bereits 2019 eine Einigung erzielt worden um den Streit außergerichtlich beizulegen. Den Mitarbeiterinnen sollten insgesamt 10 Millionen US-Dollar bezahlt werden. Dagegen hatte aber Kaliforniens Behörde für faire Beschäftigung und Wohnungen (DEFH) ein Veto eingelegt und stattdessen insgesamt 400 Millionen US-Dollar gefordert.



Daraufhin waren die Verhandlungen erneut aufgenommen worden, zwei Jahre später sind sie jetzt abgeschlossen. Sollte das Geld 2019 je nach Dauer des Arbeitsverhältnisses noch auf etwa 1000 ehemals oder weiterhin beschäftigte Frauen verteilt werden · sind es aufgrund zahlreicher Neueinstellungen in den seitdem vergangenen Jahren inzwischen etwa 2300 · schreibt die Los Angeles Times.


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