"Stalker 2": Entwickler reagieren auf Kritik und verzichten auf NFT-Strategie

"Stalker 2": Entwickler blasen NFT-Strategie nach Kritik ab

Das Entwicklerstudio GSC Game World hat auf Kritik aus der Community reagiert und angekündigt, dass sie für den bevorstehenden Shooter "Stalker 2" keine NFTs anbieten werden. Das Unternehmen gab dies auf Twitter bekannt und erklärte, dass sie aufgrund des Feedbacks beschlossen haben, alles, was mit NFTs zu tun hat, aus dem Spiel zu streichen. Zuvor hatten viele Spieler massive Kritik an den NFTs geäußert.



Zuvor hatte GSC Game World gemeinsam mit der Blockchain-Plattform DMarket Versteigerungen von NFTs für "Stalker 2" angekündigt. Die drei ersten NFTs sollten es den Höchstbietenden ermöglichen, sich als Nebenfigur in den kommenden Ego-Shooter integrieren zu lassen. Wer eines der NFT besitzt, sollte vom ukrainischen Entwicklerstudio eingescannt und soll schließlich als sogenannter Nichtspieler-Charakter (NPC) im Spiel auftauchen.



Die Besitzerinnen und Besitzer weiterer NFTs sollten dagegen ihre Nicknames an bestimmten Orten im Spiel platzieren dürfen. Beides ginge grundsätzlich auch ohne NFTs: Beispielsweise ist es bei manchen per Crowdfunding-Plattformen finanzierten Spielen schon länger üblich, Namen oder Abbilder der größten Spender ins Spiel einzubauen.



Entwicklung sollte finanziert werden


Das Ziel von GSCs ursprünglicher NFT-Strategie hatte das Unternehmen in einem mittlerweile gelöschten Twitter-Post bestätigt: Die Versteigerung der Blockchain-Tokens sollte Einnahmen generieren, die in die Entwicklung des Shooters gesteckt werden sollten. "Stalker 2" wurde 2010 angekündigt und soll im April 2022 endlich auf den Markt kommen. In der Zwischenzeit kam es zu Streitigkeiten zwischen Entwicklern und Rechteinhabern, Studioauflösungen und finanziellen Krisen.



Andere Entwicklerstudiosn halten noch an ihren NFT-Vorhaben fest: Nach Ubisofts ersten Blockchain-Experimenten mit dem Online-Shooter "Ghost Recon Breakpoint" hat auch die umstrittene Entwickler-Ikone Peter Molyneux ein Videospiel mit NFT-Elementen angekündigt. In der virtuellen Welt von "Legacy" können Spielerinnen und Spieler Land erwerben, Geschäfte aufbauen und damit echtes Geld einspielen. Schon jetzt sollen Spielerinnen und Spieler über 50 Millionen US-Dollar in NFTs für virtuelle Baufläche investiert haben.



NFTs (Non-Fungible Tokens) sind eine Art digitale Besitzurkunde. Der Hash eines Datenpakets, das von der Urheberin oder dem Urheber der Originaldatei auf einer Blockchain-Infrastruktur mit einem privaten Key signiert wird, lässt sich mit solchen Tokens öffentlich nachvollziehbar verwalten.


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