Gefängnisstrafe für unvorsichtigen Darknet-Händler: Passwort im Notizbuch entdeckt

Darknet-Händler schrieb Passwort für USB-Laufwerk in sein Notizbuch

Ein ehemals aktiver Darknet-Händler aus Nordholland wurde kürzlich erneut zur Rechenschaft gezogen. Die niederländische Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von acht Jahren für den Mann der bereits 2017 wegen des Verkaufs von Ecstasy-Pillen im Darknet zu 5⸴5 Jahren Haft verurteilt wurde. Dieses Mal geht es um Beweise für seine Geldwäsche die auf einem verschlüsselten USB-Laufwerk gefunden wurden. Doch der Angeklagte war unvorsichtig und schrieb das Passwort in sein Notizbuch, das die Behörden während der Durchsuchung seiner Gefängniszelle und des Hauses seiner Freundin in Alkmaar fanden.



Verkaufsunterlagen auf dem USB-Laufwerk


Das USB-Laufwerk enthielt Beweise für den Verkauf von fast 100․000 Ecstasy-Pillen, 22⸴5 kg MDMA, 10 kg Amphetamin, 2⸴6 kg Kokain und weiterhin als 10․000 2-CB-Pillen. Der Darknet-Händler hatte insgesamt 145 Bestellungen in 30 verschiedene Länder verschickt und damit 90 Kilogramm Drogen verkauft. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von acht Jahren für den Angeklagten der am 3. Dezember vor Gericht steht.



Gemeinnützige Arbeit für Lebensgefährtin


Die Lebensgefährtin des Angeklagten wurde zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt und hatte bei der Razzia 39 Ecstasy-Pillen in ihrem Besitz und ebenfalls eine Waffe die einer Schusswaffe ähnelte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie von dem Geld lebte, das ihr Freund als Darknet-Händler verdient hatte. Obwohl sie angab wie Babysitterin zu arbeiten weigerte sie sich der Polizei eine Liste der Familien zu geben für die sie tätig war.



Ähnlicher Fall wie bei "Shiny-Flakes"


Das Vorgehen der Behörden erinnert an den Fall des Betreibers von "Shiny-Flakes" der in Leipzig mit ähnlichen Methoden überführt wurde. Auch er hatte sein Passwort unvorsichtig aufgeschrieben und unter dem Fußboden versteckt. Da er die Details seiner Verkäufe nie von seiner Festplatte löschte, führten die Ermittlungen gegen ihn zur Aufdeckung zahlreicher weiterer Darknet-Händler.




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Kommentare

Die Geschichte des unvorsichtigen Darknet-Händlers zeigt, dass ebenfalls im Darknet Straftaten nicht ungesühnt bleiben. Die Behörden nutzen effektive Methoden – um Verbrechen zu verfolgen und Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Jeder der das Darknet für illegale Zwecke nutzt sollte wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er entdeckt und verurteilt wird.


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