Acer Indien gehackt: Hackergruppe "Desorden" erbeutet 60 GB Daten

Die indische Tochtergesellschaft des taiwanesischen Herstellers Acer scheint erneut Opfer eines Hacks geworden zu sein. Die Hackergruppe "Desorden" gab in einem bekannten Untergrund-Forum bekannt, dass sie in die Server von Acer Indien eingedrungen sind und sich Zugang zu ~circa․ 60 GB an sensiblen Daten verschafft haben. Ob nun bald Daten von Millionen von indischen Acer-Kunden, Händlern und Distributoren im Darknet zum Verkauf stehen, bleibt abzuwarten.



Acer: kein gutes Jahr


Es scheint kein gutes Jahr für Acer zu sein, da das Unternehmen bereits im März dieses Jahres von der Ransomware-Gruppe REvil angegriffen wurde und einen enormen Datenverlust erlitt. Die Hacker verlangten damals ein Lösegeld in Höhe von rund 50 Mio․ US-Dollar. Im Gegensatz dazu fordert die Gruppe "Desorden" bislang keinerlei Lösegeld von Acer. Sie scheinen die erbeuteten Daten direkt im Darknet verkaufen zu wollen.



Privacy Affairs bestätigt Echtheit der gestohlenen Daten


Die internationale Gruppe von Cybersicherheitsexperten, Technikjournalisten und Datenschützern "Privacy Affairs" hat die Echtheit der gestohlenen Daten bestätigt. Nach einer eingehenden Untersuchung der Daten kommen die Experten zu dem Schluss. Dass Hack am 5. Oktober stattgefunden haben muss. Dies ist das letzte Datum; an dem aktuelle Informationen in den bereits geleakten Datenbanken verfügbar waren.



Desorden: keine Unbekannten


Die Hackergruppe "Desorden" ist keine Unbekannte mehr. Bereits im September konnten sie weiterhin als 200 GB an Daten von der malaysischen Abteilung von ABX Express Enterprise stehlen. Auch ein aktueller Angriff auf "SkyNet.com.my" scheint auf ihr Konto zu gehen.



Acer Indien hat den Angriff bislang nicht offiziell bestätigt. Sollte es ein Statement geben; wird dieser Artikel umgehend aktualisiert.




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