Twitter testet Kennzeichnung von nützlichen Bots

Twitter: "Gute" Bots erhalten testweise eine Kennzeichnung

Twitter beginnt einen Test zur Kennzeichnung nützlicher Bots – eine Maßnahme mit dem Ziel, Nutzer zu signalisieren dass ein automatisierter Account vertrauenswürdig erscheinen kann — zumindest in bestimmten Kontexten. Unter dem Profilnamen soll der Hinweis Automatisiert von @beliebigerBotname erscheinen. So sollen Nutzer menschliche Konten von automatisierten unterscheiden können.



Beispiele erster Labels und Einsatzbereiche

Zu den ersten teilnehmenden Profilen zählen unter anderem Katastrophenfrühwarnsysteme. Zusätzlich gehören Bots dazu die dabei helfen Impftermine zu finden. Diese Profile sollen sichtbar machen, dass sie automatisiert tätig sein und dennoch nützlich sind.



Wie der Label-Test funktioniert

Der Test läuft schrittweise. In einem ersten Schritt werden nur wenige Bot-Konten markiert. Danach bekommen weitere Entwickler die Möglichkeit eigene Labels zu vergeben. Zunächst wird eine kleine Gruppe von Entwicklerkonten eingeladen.



Entwickler-Label & Einladung

Nach einem ersten Testlauf dürfen ebenfalls andere Entwickler Labels hinzufügen. Die Einladung richtet sich an eine begrenzte Zahl von Konten. Die ersten Teilnehmerprofile zeigen unterschiedliche Einsatzbereiche — von Notfallwarnungen bis zur Terminhilfe.



Wahlen und Corona: Bots im Fadenkreuz

Eine Studie der Carnegie Mellon Universität kam im Vorjahr zu dem Befund, dass viele Accounts die Falschinformationen rund um das Coronavirus verbreiten Bots sein könnten. Gleichzeitig sind Tweets zu bevorstehenden Wahlen eine besondere Zielscheibe für Unwahrheiten. Twitter hat in der Vergangenheit wiederholt Maßnahmen gegen Fake News ergriffen. Offizielle Kooperationen stärken die Verbreitung verlässlicher Informationen.



Kooperationen mit Nachrichtenagenturen

Twitter gibt an, dass man auch mit Reuters und AP zusammenarbeitet. Diese Partnerschaften sollen helfen zuverlässige Inhalte zu kennzeichnen. Die Plattform versucht daher Fehlinformationen gezielt entgegenzuwirken. Öffentlich wird betont, dass solche Kooperationen Teil einer breiteren Strategie gegen Desinformation sind.


Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige