Russland blockiert weitere sechs VPN-Dienste

Russland: Roskomnadzor blockiert sechs VPN-Dienste

Die russische Regulierungsbehörde für Massenmedien, Telekommunikation und Datenschutz, Roskomnadzor, hat beschlossen, sechs weitere VPN-Dienste zu blockieren. Die Begründung lautet, dass diese gegen russisches Recht verstoßen würden. Die betroffenen Anbieter sind Hola! VPN, ExpressVPN KeepSolid VPN Unlimited Nord VPN, Speedify VPN und IPVanish VPN.



Roskomnadzor warnt vor illegalen Aktivitäten durch die Nutzung von VPN-Diensten


Roskomnadzor begründete die Entscheidung zur Sperrung damit. Dass VPN-Dienste zur Umgehung von Zugangsbeschränkungen für verbotene Informationen und Ressourcen genutzt werden können. Dies könne zu illegalen Aktivitäten führen ebenso wie beispielsweise der Verbreitung von Drogen Kinderpornografie, Extremismus und suizidalen Tendenzen. Die Sperrung solle dementsprechend die Sicherheit und den Schutz der russischen Bürger erhöhen.



VPN-Sperrung soll russische Unternehmen nicht beeinträchtigen


Roskomnadzor betonte jedoch, dass die Sperrung von VPN-Diensten die Arbeit russischer Unternehmen nicht beeinträchtigen werde. Unternehmen die VPN-Dienste für technologische Prozesse benötigen, würden auf spezielle White Lists von IP-Adressen zugreifen können. Damit könnten sie ebenfalls bei einer vollständigen Sperrung von VPN-Diensten unterbrechungsfrei weiterarbeiten.



Warnungen und Einschränkungen erfolgten bereits im Juni


Bereits im Juni hatte Roskomnadzor den Beginn der VPN-Sperrung angekündigt. Damals wurden die Nutzung von Opera VPN und VyprVPN eingeschränkt, da diese Anbieter nicht bereit waren die Anforderungen der russischen Gesetzgebung zu erfüllen. Durch ein Gesetz vom November 2017 sind Anonymisierer und VPN-Dienste in Russland verboten. Unternehmen die VPN-Dienste anbieten, müssen Seiten aus dem Register verbotener Websites sperren um eine Sperrung zu vermeiden.



VPN-Dienste werden auch von Banken genutzt


Die Nutzung von VPN-Diensten beschränkt sich jedoch nicht nur auf Bürger, allerdings auch auf Banken und andere Unternehmen. Die Zentralbank hat Ende August Banken dazu aufgefordert, zu benennen welche VPN-Dienste sie nutzen um Probleme mit möglichen Sperrungen zu vermeiden. Behörden und Betreiber von staatlichen Informationssystemen sind von der VPN-Sperrung ausgenommen.




Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige