VPNs unter Beschuss: Filmindustrie verklagt Surfshark, ExpressVPN, VPN-Unlimited und Zenmate

Die Filmindustrie hat vier VPN-Anbieter verklagt und wirft ihnen vor, an weitverbreiteten Urheberrechtsverletzungen beteiligt zu sein. Die Angeklagten sind Surfshark, ExpressVPN, VPN-Unlimited (Keepsolid) und Zenmate.



Umgehen von LĂ€ndersperren


Die Klageschrift die von TorrentFreak veröffentlicht wurde, enthĂ€lt eine lange Liste von Anschuldigungen. Dazu gehört das Umgehen von LĂ€ndersperren – ebenso wie zum Beispiel bei Netflix. Die VPN-Anbieter werben offen damit, dass sie diese Sperren umgehen können ebenfalls wenn dies gegen die Rechte der Filmindustrie verstĂ¶ĂŸt.



Sicherer Filesharing


Laut der Filmindustrie werben die VPNs mit sicherem Filesharing ĂŒber ihre Dienste. TatsĂ€chlich bewerben die Angeklagten ihre VPN-Dienste fĂŒr den Abruf von Piraterie-Websites wie YTS oder RARBG und die Verwendung von Popcorn Time.



Verbreitung urheberrechtlich geschĂŒtzter Inhalte


Die Klageschrift enthÀlt eine Liste von Filmen die von den IP-Adressen der beklagten VPN-Anbieter angeboten wurden. Dazu gehören unter anderem "Schmerzensgeld Wer reich sein will muss leiden" aus dem Jahr 2012, "Hellboy" aus dem Jahr 2004 und "Rambo V: Last Blood" aus dem Jahr 2019.



Logging und Sperren


In der Klageschrift fordert die Filmindustrie diverse Möglichkeiten um das Problem zu lösen. Dazu gehört das Sperren von Benutzerkonten und das Blockieren des Zugriffs auf Webseiten und auch das Logging von Verbindungsdaten.



Schadenersatz


Die Angeklagten stehen nicht nur vor dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung, allerdings auch vor der Forderung nach Schadenersatz in noch festzusetzender Höhe. Da laut Filmindustrie jede Raubkopie einem Verkauf gleichzusetzen ist, wird der Schaden voraussichtlich in die Milliarden gehen.



Die Suche nach einem Schuldigen


Die Filmindustrie hat in der Vergangenheit bereits andere VPN-Anbieter ins Visier genommen, darunter VPN.ht, Private Internet Access, Torguard, Quadranet und LiquidVPN. Viele LĂ€nder sperren mittlerweile Dienste aus dem Graubereich jedoch das scheint nicht weiterhin genĂŒgend zu sein. Es bleibt abzuwarten; inwiefern sich die Internetpiraterie dadurch verĂ€ndert und ob VPNs weiterhin in Mode bleiben.




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