Kryptowährungen: Fed-Präsident Kashkari sieht Betrug und Verwirrung

Neel Kashkari: Kryptos sind zu 95 % Betrug, Hype, Lärm und Verwirrung

Neel Kashkari, der Präsident der Fed in Minneapolis, hat erneut seine ablehnende Haltung gegenüber Kryptowährungen zum Ausdruck gebracht. Laut Kashkari bestehen Digitalwährungen zu 95 % aus Betrug, Hype, Lärm und Verwirrung. Er sieht keinen legitimen Anwendungsfall für den Bitcoin oder andere Kryptowährungen. Für ihn sind sie wie "ein riesiger Müllcontainer". Kashkari würde seiner einjährigen Tochter lieber eine niedrig verzinste Staatsanleihe als einen Bitcoin zum Geschenk machen.



Die Einstellung von Kashkari hat sich seit seinem Statement im Februar letzten Jahres nicht geändert. Er glaubt, dass Kryptowährungen nur dazu dienen, illegale Aktivitäten wie Drogen- und Prostitutionsfinanzierung zu unterstützen. Kashkari sprach auf dem Pacific Northwest Economic Regional Annual Summit in Big Sky, Montana, USA und betonte, dass er mit seiner Aussage noch großzügig sei, denn eigentlich müssten es 99 % sein, die von Kriminellen missbraucht werden.



Kashkari war vor fünf oder sechs Jahren noch optimistischer gestimmt gegenüber der Krypto-Szene. Doch mittlerweile sieht er keinen legitimen Anwendungsfall für Kryptowährungen. Einige Nutzer reagierten bei Twitter ironisch auf die Aussage des Fed-Chefs.



Kashkari macht auch darauf aufmerksam, dass es kein Hindernis gibt, um eine eigene Kryptowährung zu kreieren wie er es mit seiner eigenen "Neelcoin" getan hat. Er erklärt die unglaubliche Anzahl an Kryptowährungen damit, dass es Tausende von diesen "Müllmünzen" gibt, die künstlich geschaffen wurden. Einige Kryptowährungen seien Betrug oder Ponzi-Schemata, bei denen sie das Geld aufpumpen und die Leute dazu bringen, Geld zu investieren und am Ende abzuzocken.



Kashkari stellt sich die Frage, welches Problem Kryptowährungen eigentlich lösen sollen. Niemand könne ihm sagen, was das eigentliche Problem ist. Er sieht auch keinen Sinn darin, den Bitcoin als sicheren Hafen zu nutzen, um sich vor einer Inflation des US-Dollars zu schützen. Er sieht keine Anzeichen dafür, dass sich die Verhältnisse in den USA so ändern, wie sie sich derzeit in Venezuela darstellen. In Venezuela sorgt die extreme Entwertung des bolívar für ein enorm angestiegenes Interesse am Bitcoin.



Insgesamt bleibt Kashkari bei seiner Meinung, dass Kryptowährungen zu großen Teilen Betrug und Verwirrung sind und er keinen legitimen Anwendungsfall sieht. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Krypto-Szene in den nächsten Jahren entwickelt und ob sich Kashkaris Einschätzung ändert.




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