Poly Network: Krypto-Hacker gibt 610 Millionen Dollar nach Diebstahl teilweise zurück

Poly Network: Krypto-Hacker gibt erbeutete $610 Mio. teilweise zurück

Das Unternehmen Poly Network wurde kürzlich Opfer eines Cyberangriffs, bei dem Kryptowährungen im Wert von etwa 610 Millionen US-Dollar gestohlen wurden. Der Diebstahl gehört zu den größten in der Kryptowelt. Das Unternehmen und Nutzer waren tief besorgt jedoch inzwischen wurden Token im Wert von 342 Millionen Dollar zurückgegeben.



Poly Network ist eine dezentralisierte Finanzplattform die Peer-to-Peer-Transaktionen ermöglicht, bei denen Benutzer Token über verschiedene Blockchains hinweg übertragen oder austauschen können. Ein Hacker nutzte einen Fehler im Code von Poly Network aus um das Geld zu stehlen. Die Einzelheiten dieses Angriffs wurden vom Unternehmen auf Medium veröffentlicht.



Die Blockchain-Sicherheitsfirma SlowMist berichtet. Dass Poly Network bei dem Angriff über 610 Millionen US-Dollar verloren hat. Nachdem das Unternehmen den Hacker dazu aufgefordert hatte das Geld zurückzugeben kehrte dieser zurück und gab fast die Hälfte der Beute zurück. Bis zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wurden Vermögenswerte im Wert von 342 Millionen US-Dollar zurücktransferiert.



Hacker gibt gestohlene Gelder teilweise zurück


Der Hacker gab schließlich bekannt, dass er bereit sei das gestohlene Geld zurückzugeben. In der Folge erstellte Poly Network eine Reihe von Multisig-Wallets, in denen der Hacker die gestohlenen Gelder hinterlegen konnte. Derzeit stehen noch Token im Wert von 268 Millionen US-Dollar aus.



Experten spekulieren über die Gründe für die Geldrückgabe


Tom Robinson, Mitgründer und leitender Wissenschaftler der Blockchain-Analysefirma Elliptic, gibt an, dass die Geldwäsche bei einem so großen Betrag in Kryptowährungen ziemlich schwierig sei. Das wäre auf die Transparenz der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie zurückzuführen. Die Entscheidung die Gelder zurückzugeben, könnte zudem darauf zurückzuführen sein, dass das Blockchain-Sicherheitsunternehmen SlowMist wichtige Informationen über den Hacker herausgefunden hat. Das betrifft eine E-Mail-Adresse, IP-Informationen und einen Geräte-Fingerabdruck. Außerdem wurden die Gelder welche zur Durchführung des Hacks verwendet wurden, zur Hoo-Börse zurückverfolgt.



Der anonyme Hacker behauptet: Er nicht an dem Geld interessiert war allerdings lediglich handelte um auf die Schwachstellen der Plattform hinzuweisen. Die Experten glauben jedoch, dass es unwahrscheinlich ist, dass White-Hat-Hacker eine so große Summe stehlen würden. Sie vermuten, dass der Hacker wahrscheinlich einen Teil der Gelder zurückgegeben hat weil es sich als zu schwierig erwiesen hat sie in Bargeld umzuwandeln.




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