Polnische Polizei entdeckt illegales Bitcoin-Mining im eigenen Hauptquartier

Bitcoin-Mining: Polnische Polizei entdeckt illegales Schürfen in eigenem Hauptquartier

Die polnische Polizei hat kürzlich eine schockierende Entdeckung gemacht: Ein ziviler IT-Spezialist hatte im polizeilichen Hauptquartier in Warschau eine illegale Bitcoin-Mining-Operation aufgebaut. Der Mann hatte Strom für den Vorgang abgezweigt und die Firmenrechner der Polizei mit speziellen Grafikkarten ausgestattet um Bitcoins zu schürfen. Polizisten deckten das illegale Mining-Geschäft auf und entließen den betreffenden Angestellten sofort. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen ihn aufgenommen.



Stromdiebstahl und Manipulation von Stromzählern


Bitcoin-Mining ist ein kostspieliger Vorgang der viel Strom verbraucht. Aus diesem Grund versuchen zahlreiche Miner – die Stromkosten zu minimieren. Der ukrainische Staatssicherheitsdienst deckte kürzlich illegale Krypto-Mining-Aktivitäten in Winnyzja auf, bei denen eine riesige Krypto-Mining-Farm wegen groß angelegtem Stromdiebstahl geschlossen wurde. Die Betreiber verwendeten unter anderem PlayStation 4-Spielekonsolen für das Mining und manipulierten die Stromzähler um ihre rechtswidrigen Handlungen zu verbergen. Die Miningfarm verursachte dem Staat nach vorläufigen Schätzungen immerhin monatliche Verluste in Höhe von etwa fünf bis sieben Millionen Griwna (umgerechnet 183․200 bis 256․400 US-Dollar).



Auch in der malaysischen Stadt Miri wurde kürzlich eine illegale Bitcoin-Mining-Operation aufgedeckt. Die Polizei beschlagnahmte 1․069 Bitcoin-Mining-Rigs und nahm acht Personen fest die bzgl․ Stromdiebstahls in großem Maße beschuldigt wurden. Der regionale Stromanbieter Sarawak Energy (SEB) erlitt durch den Stromdiebstahl für die Bitcoin-Mining-Aktivitäten finanzielle Schäden in Höhe von knapp 1⸴7 Millionen Euro.



Keine Verbindung zum Datenübertragungsnetz


Die polnische Polizei betonte in einer Erklärung für TVN24, dass durch das Kryptowährungs-Mining keine sensiblen Daten veröffentlicht wurden. „Die Stützpunkte sind sicher. Wir haben keine Verbindung über das interne Netz, also das polizeiliche Datenübertragungsnetz, gefunden“, sagte Polizeisprecher Mariusz Ciarka.



Der Vorfall im polizeilichen Hauptquartier in Warschau ist ein Beweis dafür, dass sich illegales Bitcoin-Mining nicht nur in entfernten Regionen und Kryptowährungs-Farmen abspielt, allerdings ebenfalls inmitten eines der sichersten Orte in einem modernen Land wie Polen stattfinden kann. Es zeigt auch, ebenso wie wichtig es ist, im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Mining-Aktivitäten Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter über die Risiken und Konsequenzen illegaler Aktivitäten aufgeklärt sind.




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