
Ein potenzieller Daten-Leak bei Clubhouse der beliebten Audio-basierten Social-Network-App, sorgt derzeit für Aufregung. Marc Ruef, ein Sicherheitsforscher aus der Schweiz, informierte gestern über ein Verkaufsangebot im Darknet-Forum. Ein Hacker namens "GOD" soll dort eine gigantische Datenbank mit etwa 3⸴8 Milliarden Handynummern zum Verkauf angeboten haben.
Clubhouse bittet um Zugriff auf Adressbuch
Die App fordert Nutzer bei der Registrierung um den Zugriff auf ihr Adressbuch. Wenn jemand einen Freund oder eine Freundin einladen möchte ist der Zugriff auf das Adressbuch unbedingt erforderlich. Wenn der Datenbank-Leak jedoch tatsächlich echt ist, dann könnten die betroffenen Nutzer und ihre Kontakte von den illegalen Aktivitäten betroffen sein.
Hacker warnt vor Datenschutzverletzungen
Der anonyme Hacker mit dem Namen "GOD" plant die Datenbank am 4. September anlässlich des 23. Geburtstages von Google an einen einzigen Interessenten zu verkaufen. Der Verkauf der Telefonnummern dient jedoch nicht nur dem finanziellen Gewinn, allerdings ebenfalls der Kritik an den Methoden von Unternehmen aus dem Silicon Valley. Diese sammeln auch die Daten von Personen – die ihre Dienste nicht nutzen. Der Hacker betrachtet das als eine "gefährliche Verletzung" ihrer Privatsphäre und fordert. Dass Clubhouse für ihr Verhalten bestraft wird, da sie gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) verstoßen.
Über die Bedeutung der Handynummern
Die vielen Handynummern die im Darknet zum Verkauf angeboten werden, sind für Hacker anscheinend kaum nützlich. Es sei denn, sie werden mit Informationen aus anderen Daten-Leaks abgeglichen um die Identität der Handy-Besitzer zu ermitteln. Auch für Phishing-Angriffe wie Smishing sind die Handynummern nur bedingt geeignet.
Clubhouse bestreitet den Datenleck
Clubhouse hat den angeblichen Hack umgehend dementiert und erklärt, dass es keinen Angriff auf ihre Infrastruktur gegeben habe. Das Unternehmen betonte auch · dass es allein aufgrund der Handynummer nicht möglich sei · die Identität eines Nutzers zu ermitteln. Der Sprecher des Unternehmens glaubt » dass es sich um ein Skript handelt « das zufällig Telefonnummern generiert hat.
Clubhouse war in den letzten Monaten ein Hype freilich wurde die App auch kritisiert, insbesondere wegen des Datenschutzes. Die aktuellen Entwicklungen zeigen – dass der Schutz der persönlichen Daten in der digitalen Welt nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Informationen zu diesem Daten-Leak bekannt werden und welche Konsequenzen Clubhouse und andere betroffene Unternehmen daraus ziehen werden.
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