
Die NSO Group, ein Unternehmen aus Israel, entwickelte die Pegasus-Malware im Jahr 2015 um Terrorismus und Verbrechen zu bekämpfen. Doch in Wirklichkeit wird die Überwachungssoftware als Waffe gegen Journalisten, Menschenrechtler und Oppositionelle eingesetzt die jetzt um ihre Sicherheit fürchten müssen. Das Pegasus-Projekt zeigt das erschreckende Ausmaß, ebenso wie diese Software weltweit missbraucht wird.
Die Ungarische Regierung unter Viktor Orbán nutzte die Pegasus-Malware im Kampf gegen die Medien. Die Süddeutsche Zeitung führte eine monatelange, internationale Recherche durch und konnte weiterhin als 50․000 Telefonnummern aus rund 50 Ländern auswerten. Das Ergebnis ist schockierend: Die Pegasus-Malware wurde illegal von staatlichen Einrichtungen in vielen Ländern eingesetzt, darunter Aserbaidschan, Ungarn, Indien, Bahrain, Kasachstan, Mexiko, Marokko, Ruanda, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Amnesty International und Forbidden Stories, eine Paris ansässige Non-Profit-Medienorganisation, enthüllten den riesigen Überwachungsskandal durch den Leak von 50․000 Telefonnummern. Die NSO Group bestreitet die Anschuldigungen jedoch die Beweise sprechen für sich. Kunden der NSO Group ließen alle diese Telefonnummern prüfen um ihre potenziellen Opfer ausfindig zu machen. Doch der Deutsche Journalisten-Verband spricht von einem nie dagewesenen Überwachungsskandal.
Telefonnummern von mehr als 180 Journalisten weltweit sind auf der Pegasus Projekt-Liste zu finden, darunter die Chefredakteurin der Financial Times in London und Reporter und Redakteure von Medien wie der New York Times, CNN, Reuters dem Economist Al Jazeera, Wall Street Journal und Associated Press. Es gibt ebenfalls zahlreiche hochrangige Politiker und Menschenrechtsanwälte auf dieser Liste.
Die Frage, ob auch deutsche Journalisten von der Pegasus-Spionagesoftware betroffen waren, bleibt ungeklärt. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall fordert von den deutschen Sicherheitsbehörden und Geheimdiensten Transparenz und Fakten.
Edward Snowden der Whistleblower, spricht sogar von dem "Leak des Jahres" und fordert weitere Recherchen zu den internationalen Opfern. Die Veröffentlichung dieser Recherchen wird noch diese Woche erwartet.
Das Pegasus-Projekt zeigt, dass Überwachungssoftware wie Pegasus eine ernsthafte Bedrohung für die Freiheit der Meinungsäußerung die Pressefreiheit und die Menschenrechte darstellt. Es ist höchste Zeit · dass Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt handeln · um diesen Missbrauch zu beenden.
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