Blockade für crime.to: CNW-Mitglieder planen DDoS-Angriffe

Zugang zu crime.to soll einen Monat lang blockiert werden

Eine Gruppe von Nutzern des Crimenetwork.biz (CNW), einem deutschsprachigen Forum für kriminelle Aktivitäten, plant für einen Monat lang DDoS-Angriffe auf das Forum crime.to und dessen Subdomains. Die Motivation für die Attacken soll Rache für ähnliche Angriffe auf den Crimemarket (CM) sein, ein weiteres Forum für illegale Machenschaften. Die Täter haben sich über Telegram verabredet und gehören nicht zur CM-Leitung. Sie sind lediglich aktive Nutzer – die wahrscheinlich über das Forum ihre illegalen Waren und Dienstleistungen anbieten.



CNW und TH-Verfahren


Ein Grund für die geplanten Angriffe soll der Schutz der CNW-Administration sein: Nutzer von Crime.to hätten häufig erlebt, dass Anbieter ohne Begründung Gelder einbehalten hätten und das Treuhand-Verfahren (TH) koste beim CNW sogar fünf Prozent des Handelsvolumens. Doch ebenfalls das TH-Verfahren könne Betrug nicht verhindern. Des Weiteren sei die CNW-Shoutbox voller Werbung für eine Handvoll ausgewählter Nutzer die dort bestimmte Privilegien hätten. Ob dies der Wahrheit entspricht – konnte nicht überprüft werden.



Pwned als Ziel der Attacken


Besonders im Visier der Täter ist der CNW-User Pwned. Bezahlt werden die DDoS-Attacken als digitale Grußform. Als nächstes habe man es auf das Forum auktionshilfe.info abgesehen, das von den Betreibern als „Witzverein“ bezeichnet wird. Hier sollen sich Betreiber über Anfängerfehler von Nutzern von eBay Kleinanzeigen lustig machen und wurden selbst schon einmal zu Betrugsopfern.



Webstresser und Tor-Netzwerk


Die DDoS-Angriffe betreffen derzeit nur den Zugang über das Clearnet. Über das Tor-Netzwerk fährt man derzeit noch keine Angriffe. Allerdings ist das CNW aufgrund der Attacken derzeit nicht über das Clearnet (www) erreichbar. Über den Zugang cnw4acab23przeum6ios6pw63ivxx brvpclz5yssflkos6ano6oq4fqd.onion tauchen Captcha-Abfragen auf, da Webstresser zum Einsatz kommen.



Finanzierung der Attacken


Die Täter haben nach eigenen Angaben genügend finanzielle Mittel um die DDoS-Angriffe für einen Monat lang durchzuführen. Die Kosten seien dabei nebensächlich. Ob die Blockade von crime.to und Co. erfolgreich sein wird; bleibt abzuwarten.




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