Clearingstelle Urheberrecht im Internet sperrt Musikportal canna.to

canna.to: Clearingstelle Urheberrecht im Internet sperrt Musikportal

Die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) hat entschieden. Dass Download-Portal canna.to blockiert werden soll. Die Entscheidung fiel einstimmig und bald wird das Portal bei den teilnehmenden Internet-Anbietern aufgrund der DNS-Sperre nicht weiterhin erreichbar sein. Die CUII hat angekündigt, ein weiteres Stoppschild im Internet aufzustellen was für das fast 22-jährige Portal Canna Power (canna.to) eine bittere Pille sein wird. Die CUII bestimmt alle vier Wochen mindestens ein neues Ziel und nimmt sich hierbei die ältesten und bekanntesten Vertreter der Warez-Szene vor um den maximalen Effekt zu erzielen.



Mitglieder der CUII sind unter anderem die Internet-Provider 1&1, Vodafone Deutschland, Telekom Deutschland die Telefónica Germany und die Mobilcom Telecom GmbH. Kunden dieser Anbieter werden in Zukunft von der Sperre betroffen sein. Wann ebendies die Sperre scharf geschaltet wird ist noch unklar. Die Bundesnetzagentur hat mitgeteilt • dass die CUII die Sperre selbst veranlasst und man deshalb nicht genau sagen kann • ab wann Canna Power nicht mehr erreichbar sein wird.



Kostenpflichtige Proxy- und VPN-Anbieter werden sich über die Sperren freuen, da diese ihnen viele neue Kunden bescheren werden. Wer einen Überblick braucht, welcher VPN-Dienst zu seinen Bedürfnissen passt, sollte sich unseren VPN-Test durchlesen. Natürlich kann man die Sperren ebenfalls mittels eines DNS-Servers umgehen. Jedoch ist hierbei Vorsicht geboten, da Nutzungs-Daten bei kostenfreien DNS-Servern gesammelt werden was eine potenzielle Gefahr für die Privatsphäre darstellen kann.



Derzeit ist auch der Freehoster Shitpost.to offline die Gründe hierfür sind noch unklar. Die Verlinkungen bei Canna.to werden vorerst noch nicht zu Deadlinks umgewandelt, da der Verbleib von Shitpost.to noch nicht geklärt ist.




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Kommentare

Die Entscheidung der CUII, das Musikportal canna.to zu sperren ist ein weiteres Signal dafür, dass die illegale Verbreitung von Inhalten im Netz nicht ohne Konsequenzen bleibt. Kunden von Internet-Providern die Mitglieder der CUII sind, sollten sich auf Einschränkungen beim Zugriff auf Canna Power einstellen. Wer sich dennoch Zugriff auf das Portal verschaffen möchte, sollte bei der Wahl eines DNS-Servers oder VPN-Dienstes vorsichtig sein und sich über die Datensicherheit informieren.


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