
Die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) ist seit dem 25. Februar offiziell aktiv und hat bereits den ersten Antrag auf DNS-Sperren bewilligt. Bereits vor dem offiziellen Start der CUII wurde einstimmig beschlossen. Dass Domains serienstream.to und s.to von großen Internet-Anbietern gesperrt werden sollen. Die Begründung für die DNS-Sperre ist strukturell urheberrechtsverletzender Inhalt.
Aus s.to wurde serien.sx. Die Sperre betrifft derzeit Nutzer von 1&1, Deutsche Telekom und Vodafone, während Kunden lokaler ISPs wie NetCologne bisher keine Probleme haben. Leser aus Deutschland und Österreich haben die Sperren bereits bestätigt. Die Betreiber von serien.sx leiten alle Besucher vorausgesetzt aufgrund der Sperre möglich auf ihre Webseite um.
Die Betreiber von serien.sx kritisieren die Internetprovider dafür, kein Interesse an Meinungsfreiheit zu haben. Nutzer werden aufgefordert; sich beim Bundeskartellamt zu beschweren. Die Webseite onlinefilter.org bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen an um einen alternativen DNS-Server zu verwenden. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines VPN-Anbieters. Trotzdem wird die DNS-Sperre ihre Wirkung nicht komplett verfehlen.
Es ist noch unklar, ob die Sperrlisten weiterhin öffentlich einsehbar sein werden. Die CUII sieht ihr Vorhaben nicht als Internetzensur an und betont, dass die Sperren nur eindeutige Fälle betreffen. Die Bundesnetzagentur wird bei jedem Fall in den Prozess einbezogen um juristische Fallstricke zu vermeiden. Es bleibt abzuwarten » ebenso wie lange es dauern wird « bis serien.sx gesperrt wird.
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