
Vorgang und Angreifer
Canon stellte am 4. August fest, dass ein Ransomware-Angriff stattgefunden hatte. Die Maze Ransomware Group gilt als Verantwortliche. Der Periode des Angriffs lag zwischen dem 20. Juli und dem 6. August. Hinweise auf unautorisierte Aktivitäten deuteten auf eine längere Störung hin. Unbekannte nutzten einen Zeitraum von 2005 bis 2020 um auf Canon-Dateien zuzugreifen.
Umfang der betroffenen Daten
Die gestohlenen Dateien enthielten persönliche Informationen von ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern von Canon. Die Angaben umfassten Namen und eines oder mehrere der folgenden Elemente: Sozialversicherungsnummer Führerscheinnummer oder Regierungsausweis Finanzkontonummer, elektronische Unterschrift und Geburtsdatum.
Die Informationen in den Dateien enthielten die Namen der Personen und eines oder mehrere der folgenden Datenelemente: Sozialversicherungsnummer, Führerscheinnummer oder von der Regierung ausgestellte Identifikationsnummer, Finanzkontonummer, elektronische Unterschrift und Geburtsdatum.
Ausmaß des Datenverlusts
Es wird berichtet, dass Daten von den Canon-Servern auf eigene Server kopiert wurden. Die Maze-Gruppe soll rund 10 TB an Daten gestohlen haben.
Unternehmensreaktion und Schutzmaßnahmen
Canon informierte sofort die betroffenen Mitarbeitenden und deren Angehörige über den Datenabfluss. Zum Schutz vor Identitätsmissbrauch bietet das Unternehmen kostenfrei Kreditüberwachung durch Experian an. Zudem setzte Canon Sicherheitsmaßnahmen nach dem Vorfall um, arbeitete mit einer Cybersicherheitsfirma zusammen und benachrichtigte Strafverfolgungsbehörden.
Öffentliche Berichte und Kommunikation
Berichte aus der Fachpresse bestätigten die Meldung im August. Dass Maze-Ransomware-Gruppe hinter dem Angriff stand. Ein Screenshot der Lösegeldforderung machte offensichtlich, dass erhebliche Datenmengen betroffen waren. Kurz nach dem Vorfall suchte die Gruppe den Kontakt zu einer Nachrichtenagentur um Angaben zu den gestohlenen Daten zu verbreiten. Canon hatte die Öffentlichkeit zunächst von einem Systemausfall gesprochen.
Relevante Begleitinformationen
Der Vorfall zeigt wie organisationsweite Angriffe ebenfalls lange vor dem tatsächlichen Ausbruch sichtbar werden können. Die betroffenen Mitarbeitenden bekommen fortan Ressourcen zum Schutz ihrer Identität, während das Unternehmen seine Abwehrkräfte stärkt und weitere Transparenz sicherstellt.
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