KuCoin: Riesiger Hackerangriff auf Krypto-Börse verursacht Millionenschaden

KuCoin gehackt: Krypto-Börse verlor Bitcoin & Co. in Millionenhöhe

Eine der bekanntesten Krypto-Börsen, KuCoin, mit Sitz in Singapur, wurde Opfer eines verheerenden Hackerangriffs. Die Angreifer erbeuteten Kryptowährungen im Wert von rund 200 Millionen US-Dollar. KuCoin bestätigte den Vorfall und gab an, dass die Sicherheitssysteme geknackt wurden und die Hot Wallets geleert wurden. Das Unternehmen nutzt Hot Wallets für temporäre Speicherung und für Geld- und Umtauschvorgänge. Im Gegensatz dazu werden Cold Wallets offline gelagert und waren daher nicht betroffen. Die Krypto-Börse verspricht Belohnungen für Hinweise in Höhe von bis zu 100.000 US-Dollar.



Mögliche Kompromittierung des privaten Schlüssels der Hot Wallet


CEO Johnny Lyu erklärte, dass die Untersuchungen zum Vorfall laufen und man an einer Lösung arbeitet. Auch betonte er, dass alle Transaktionen bis zur endgültigen Klärung vorerst eingestellt wurden. Nach dem Herunterfahren der Server bemerkte das Unternehmen, dass die Assets weiterhin abflössen. Dies deutet darauf hin, dass die Hacker den privaten Schlüssel ihrer Hot Wallet kompromittiert haben. Die Hacker hatten nach Schätzungen ungefähr sieben Stunden Zeit, bevor das Sicherheitsteam reagieren konnte.



Kompromittierte Vermögenswerte und erfolgreicher Swap auf KardiaChain


Die Wallet-Transaktionshistorie der Angreifer zeigt, dass mehr als 500 ETH- und ERC-20-Transaktionen erfolgreich ausgeführt wurden. Das Unternehmen KuCoin und das KardiaChain (KAI)-Projekt verpflichteten sich, den 1:1-Token-SWAP auf Blockhöhe von 10942639 durchzuführen, um das KAI-Vermögen zu schützen. Jede Transaktion nach der Blockhöhe von 10942639 ist ungültig und nicht legal.



Versicherung zahlt Schäden zurück


KuCoin gab bekannt, dass alle eingetretenen Verluste vollumfänglich erstattet werden und kein Schaden für Kunden entstanden ist. Das Unternehmen verfügt über ausreichenden Versicherungsschutz. Um den Schaden zu begrenzen, wurden die Adressen der Hacker-Wallets auf Sperrlisten gesetzt, um es den Tätern zu erschweren, ihr Guthaben in Fiatwährungen umzutauschen. Bitfinex und Tether haben zusammen 33 Millionen USDT, aufgeteilt zwischen ETH und EOS, eingefroren, um den Schaden zu minimieren und den Opfern zu helfen.



KuCoin versucht, den Sicherheitsmechanismus zu optimieren


KuCoin steht mit anderen Krypto-Börsen und Blockchain-Projekten in Kontakt und arbeitet eng mit Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden zusammen. Das Unternehmen bedauert den Vorfall zutiefst und wird weitere Anstrengungen unternehmen, um seine Sicherheitsmechanismen zu optimieren und den Vorfall ohne Ausreden direkt anzugehen.




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