Internationale Operation "DisrupTor": Großer Schlag gegen Darknet-Drogenhandel

Operation "DisrupTor": 179 mutmaßliche Darknet-Händler festgenommen

Eine internationale Operation namens "DisrupTor" hat kürzlich zu massiven Festnahmen von mutmaßlichen Darknet-Drogenanbietern und illegalen Güterhändlern im Darknet geführt. Die Ermittlungen begannen mit der Abschaltung des Wall Street Market im Mai letzten Jahres. Die europäische Polizeibehörde Europol betonte, dass drei Deutsche, die im April 2019 vom BKA und der Sondereinheit GSG 9 festgenommen wurden, auf dem Darknet-Marketplace Wall Street Market den Drogenhandel und andere illegale Aktivitäten in großem Stil organisiert haben sollen.



Die Abschaltung des Wall Street Market lieferte den Ermittlern wichtige Daten und Materialien, die zur Identifizierung weiterer Verdächtiger hinter ihren dunklen Webkonten verwendet wurden. Die Operation "DisrupTor" dauerte neun Monate und führte zu 179 Festnahmen von Darknet-Händlern in Europa und den USA. In den USA wurden 121 Personen festgenommen, in Deutschland 42, in Österreich 3, in Großbritannien 4, in den Niederlanden 8 und in Schweden 1. Bei Hausdurchsuchungen wurden 500 Kilogramm Drogen, mehrere Millionen Dollar in bar und in virtuellen Währungen sowie 64 Schusswaffen beschlagnahmt.



Edvardas ?ileris, Leiter des Europäischen Zentrums für Cyberkriminalität (EC3) von Europol, betonte die Bedeutung der Operation "DisrupTor" und die starke Botschaft, die sie an Kriminelle sendet. Er erklärte, dass die Strafverfolgung am effektivsten sei, wenn alle Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten und dass sie entschlossen sei, Kriminelle aufzuspüren, egal wo sie tätig sind - sei es auf der Straße oder hinter einem Computerbildschirm.



Europol betonte, dass das goldene Zeitalter des Darknets vorbei sei und dass die Polizei nicht nur in der Lage sei, illegale Marktplätze zu zerstören, sondern auch die Kriminellen, die über solche Websites illegal Waren kaufen und verkaufen, zu jagen. Die Operation "DisrupTor" ist ein klarer Beweis dafür, dass die Strafverfolgung erfolgreich gegen den Darknet-Drogenhandel vorgehen kann.




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