Huawei: Firma soll sich im Überlebenskampf befinden

Huawei: Firma soll sich im Überlebenskampf befinden
Huawei darf ab dem 14. September keine Chips mehr erhalten, die mit amerikanischer Technologie produziert werden. Laut Insidern sorgt dies innerhalb der Firme für Unruhen und Hamsterkäufe von verschiedenen Technologien.
Der Stichtag an dem Huawei komplett ausgeschlossen wird von amerikanischer Technologie rückt immer näher. US-Präsident Trump hatte am 17. August beschließen lassen, dass alle Chiphersteller die amerikanische Technologien nutzen nicht mehr länger Huawei beliefern dürfen. Entsprechend gab TSMC bekannt, dass hier zukünftig keine Kirin-SoCs mehr vom Band laufen werden. Aber neben den Prozessoren betrifft diese Änderung auch viele weitere wichtige Bestandteile der Huawei-Smartphones. Chips für Mobilfunk, Wi-Fi, Radio oder Displays sind essentielle Komponenten für ein Telefon und möglicherweise bald nicht mehr für den chinesischen Konzern erhältlich. Die rein chinesische Produktion reicht nicht aus um die bisherige Menge an Smartphones produzieren zu können. Analysten gehen von einem Rückgang von bis zu 75 Prozent bei den Auslieferungen neuer Geräte von Huawei aus, wenn der Firma wichtige Teile fehlen.
Momentan versucht Huawei offenbar sich eine gewisse Übergangsperiode anzukaufen. Dafür lässt der Konzern jetzt möglichst viele Komponenten produzieren und lagert diese dann. Eine interne Quelle sagte dazu gegenüber Nikkei Asian Review: "Es ist nicht ungewöhnlich für Huawei, Lieferanten um 4 Uhr morgens anzurufen oder in letzter Zeit um Mitternacht Telefonkonferenzen abzuhalten. Huawei befindet sich jetzt in einem chaotischen Überlebensmodus und ändert in letzter Zeit ständig seine eigenen Pläne."
Inzwischen sei es sogar so weit, dass Huawei sich unfertige Produkte liefern lässt. Möglicherweise können sich einige Firmen auch Lizenzen für den Handel mit Huawei beantragen, darauf möchte sich der chinesische Konzern allerdings wohl nicht verlassen. Auch Google soll eine solche Lizenz beantragt haben, bislang wurde diese allerdings nicht gewährt. Auch bei anderen chinesischen Firmen wird die aktuelle Situation das Vertrauen in amerikanische Partnern verringern. Durch hohe Investitionen sollen nun Alternativen für amerikanische Komponenten in China produziert werden, dadurch würden in Zukunft sehr viel weniger Aufträge in die USA gehen.
Quelle: Gizmochina

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