University of Utah zahlt Ransomware-Forderung von über 450.000 USD

University of Utah begleicht Ransomware-Forderung über 457.000 USD

Ausbruch und betroffene Systeme


Im Juli 2020 kam es an der University of Utah zu einem Ransomware-Angriff. Die Angreifer verschlüsselten Server des College of Social and Behavioral Sciences (CSBS). Nur dieser Bereich war betroffen; andere IT-Systeme des Campus blieben unbehelligt. Die Verschlüsselung machte die CSBS-Server zeitweise unzugänglich. Die Universität reagierte sofort und leitete eine Untersuchung ein. Die betroffenen Daten enthielten potenziell sensible Informationen zu Mitarbeitenden und Studierenden.



Zahlung und Argument


Am 20. August 2020 gab die Universität bekannt, dass sie 457․059,24 USD Lösegeld gezahlt hat. Ziel war es; Datenverlust zu verhindern und eine schnelle Wiederherstellung der Ressourcen sicherzustellen. Die Universität berichtete, dass die Zahlung über den Cyber-Versicherer abgewickelt wurde. Ein Teil des Betrags ging durch die Versicherung den Rest trug die Universität. Es wurden keine Studiengebühren, Zuschüsse, Spenden, staatliche Mittel oder Steuergelder nutzt.



Hintergrund der Angreifer und frühere Vorfälle


Die Angriffe werden NetWalker zugeschrieben, einer Gruppe die wiederholt Bildungseinrichtungen ins Visier nahm. Bereits im Juni 2020 verschlüsselte NetWalker die Systeme der School of Medicine der University of California, San Francisco (UCSF). Nach dem Vorfall isolierte die Universität die betroffenen Server vom Kernnetzwerk konnte aber nicht unterbinden, dass die verschlüsselten Daten als Verhandlungsbasis genutzt wurden. UCSF beglich anschließend eine Lösegeldforderung in Höhe von 1⸴14 Millionen USD um vertrauliche Forschungsdateien zu sichern.



NetWalker habe weitere Einrichtungen angegriffen, darunter das Columbia College Chicago die Michigan State University und die City University of Seattle. Schätzungen zufolge soll die Gruppe seit März über 25 Millionen USD aus Lösegeldzahlungen eingenommen haben, so Berichte von McAfee.



Experteneinschätzungen


Brett Callow, Bedrohungsanalyst bei Emsisoft, äußerte. Dass Ransomware möglicherweise ihren Höhepunkt erzielen könnte, wenn Organisationen keine Lösegeldzahlungen leisten. „Anders ausgedrückt: Organisationen die sich für die Zahlung entscheiden, tragen dazu bei: Das Problem darüber hinaus besteht und Hacker andere Organisationen gezielt ansprechen.“



Chronologie der Ereignisse


  1. 19. Juli 2020: Angriff auf CSBS-Server der University of Utah; vorübergehende Sperrung des Netzwerks.
  2. 20. August 2020: Bekanntgabe der Lösegeldzahlung in Höhe von 457․059,24 USD; Finanzierung über Cyber-Versicherung.
  3. Frühere Monate 2020: NetWalker attackierte ebenfalls andere Bildungseinrichtungen; UCSF-Vorfall im Juni mit anschließender Lösegeldzahlung.
  4. Berichte über NetWalker-Einnahmen seit März mehrerer Millionen USD aus Lösegeldzahlungen.

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