
Autofreie Innenstädte sind ein anschauliches Ziel. Park Now sieht jedoch diese Vision in weiter Ferne. Die zunehmende Bedeutung des Individualverkehrs während der Krise beeinflusst diese Einschätzung. Marko Hrankovic der Geschäftsführer, äußert sich dazu. Seine Meinung ist verständlich - das Auto wird nicht schnell verschwinden. Daher bleibt die Idee einer vollständig autofreien Innenstadt bis dato unrealistisch. Obwohl die Zahl der Neuzulassungen in den letzten Monaten gesunken ist, bleibt das Niveau immer noch steigert.
DIGITALISIERUNG DES PARKPROZESSES
Apps wie Park Now die zu Free Now gehören – diese Marke ist von Daimler und BMW. Sie setzen ausgeprägt auf Digitalisierung im Parkprozess. Die Parkplatzsuche hat einen erheblichen Einfluss auf den Stadtverkehr. Autofahrer finden schneller einen Parkplatz - dies führt zu geringerem Verkehrsaufkommen. Das ist das Ziel.
Mit diesen Programmen kann man Parkgebühren via Handy bezahlen. Eine neue Funktion ermöglicht, dass Autofahrer sehen wie mutmaßlich es ist, einen Parkplatz in bestimmten Bereichen zu finden. Dies erhöht den Komfort gewaltig.
DEUTSCHLAND IM VERGLEICH
Eine Vielzahl von Apps bietet mittlerweile ähnliche Dienstleistungen in Deutschland. Neben Park Now gibt es das Unternehmen Easy Park aus Hannover und das Münchner Beginn-up Parkster. Diese Anbieter zusammenarbeiten gerne mit Kommunen. Öffentliches Parken ist ein wichtiges Thema, ebenfalls die Kooperation mit privaten Parkhäusern ist oft. Indoor-Parkplätze sind gleichermaßen ein wichtiges Geschäftsfeld.
Trotz der vielen Apps ist die Entwicklung in Deutschland langsamer. "Die digitalen Zahlungsmethoden wachsen nicht so in kurzer Zeit", sagt Hrankovic dazu. Im Vergleich dazu wird in Großbritannien oder den Niederlanden schon 70 bis 80 Prozentsatz des Parkens digital abgewickelt. „Dort werden stets ergänzend Parkuhren abgebaut“, ergänzt er. Niemand wirft dort mehr Geld ein. Deutschland ist da noch weit entfernt - so die offensichtliche Diktion des Geschäftsführers.
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