Mozilla Foundation kündigt mehr als ein Drittel der Belegschaft, hauptsächlich das Security Team betroffen

Mozilla Foundation kündigt 250 Mitarbeiter, Großteil vom Security Team

Zum Jahresbeginn setzte die Mozilla Foundation eine weitreichende Umstrukturierung durch. Mehr als ein Drittel der Belegschaft musste gehen. Betroffen war primär der Bereich Sicherheit der ausschlaggebend am Firefox-Projekt beteiligt war. Die Argument: Die Folgen der Corona-Krise erfordern eine neue Ausrichtung der Organisation.



Umfang der Kündigungen und betroffene Bereiche


Die Stiftung spricht von einer signifikanten Restrukturierung. Ziel ist Kostenreduktion und ergänzend Effizienz. Der Fokus lag verständlich auf dem Security-Bereich von Firefox. Die Entlassungen begegnen überwiegend das Security Team. Entwickler- und Infrastrukturteams verbleiben größtenteils bekommen.



Kritik und öffentliche Reaktionen


Ein ehemaliger Systemadministrator, Michal Purzynski erläuterte auf Twitter Mozilla habe die 250 besten Kolleginnen und Kollegen entlassen. Er schilderte; die Firma sei nicht mehr die von zuvor. Dazu schrieb er:



Terribly mismanaged by Mitchell Baker Mozilla laid off more than 250 best people I’ve ever been working with. This is a very different Mozilla now.


Auch Beobachter diskutieren über den richtigen Ursache der Sparmaßnahme. Die Corona-Begründung wird hinterfragt. Man sehe Mozilla nicht als Ort; der Besucherströme spüre wie Restaurants oder Kinos. Die Debatte um wirtschaftliche Zwänge bleibt lebendig.



Öffentliche Erörterung und Social Media


Unter dem Hashtag #

MozillaLifeboat kursieren Meldungen und Meinungen zur Lage. Manche Benutzer zweifeln an der Begründung und am Vorgehen der Führung. Andere betonen; dass Transparenz nötig sei und Kritik konstruktiv bleiben müsse.


Ein weiterer Beitrag aus sozialen Medien fasst die Irritation zusammen:



I don't understand why Mozilla avenue impacted covid19. They are not restaurant, movie theatre, or Disneyland


Wirtschaftliche Lage und Zukunftsausblick


Mozilla musste schon für das Geschäftsjahr 2018 Verluste melden. Die Zahlen für 2019 und 2020 deuten auf schwierige Entwicklungen hin. Ein eigenständiger VPN-Dienst von Mozilla wurde angekündigt, erscheint aber bislang nicht flächendeckend. In Europa ist er noch nicht breit verfügbar; aktuell kann man ihn in einigen Ländern nutzen. Die dazugehörigen Clients für macOS und Linux befinden sich noch in der Entwicklung. Wer Interesse hat; kann sich auf eine Warteliste setzen.



Der hauseigene VPN-Dienst soll die wirtschaftliche Situation beeinflussen. Ob das Plan die Stiftung besser aufstellt – bleibt abzuwarten.



Produkte und weitere Schritte


  • Mozilla VPN: eingeschränkte Verfügbarkeit in ausgewählten Ländern
  • MacOS- und Linux-Clients noch in der Entwicklung
  • Wartelisten-Option für Interessenten
  • Beibehaltung von Kernentwicklungs- und Infrastrukturschwerpunkten außerhalb des entlassenen Security-Teams


Sicherheit und Kritik an der Personalentscheidung


Die Entscheidung rief erhebliche Kritik an der Sicherheitspolitik der Organisation hervor. Felix von Leitner brachte es auf den Punkt und warnte vor einem Schaden für die Sicherheitslage von Mozilla. Ein bekannter Kommentar fasst zusammen, dass der Zustand der Security vor der Entlassung des Security-Teams kritisch war:



Das ist der Zustand, in dem die Security bei Mozilla vor der Entlassung des Security-Teams war.


In der Firefox-Version 79 waren vier kritische Bugfixes notwendig. Die Debatte konzentriert sich darauf – ob die Personalpolitik der richtigen Verantwortlichkeiten gerecht wurde oder ob Investitionen in Sicherheit zu kurz kamen. Nicht alle Sicherheitsressorts wurden abgeschafft; das Gecko-Team bleibt erhalten. Dennoch erscheint vielen Beobachtern der Entlassungsweg des Security-Teams als unglückliche Priorisierung.


Zuletzt aktualisiert am Uhr





Kommentare


Anzeige