Kritik am Einsatz von Microsoft-Produkten an Schulen in Baden-Württemberg

Microsoft-Monopol an Württemberger Schulen: Eltern sind besorgt

Die Ankündigung des Kultusministeriums in Baden-Württemberg, Microsoft-Produkte wie Office 365 und Teams regelmäßig an Schulen zu verwenden, stößt auf Bedenken seitens Politikern, Eltern und Lehrern. Insbesondere wird der mangelnde Datenschutz der Programme bemängelt.



Datenschutzbedenken seitens des Landesdatenschutzbeauftragten


Bereits der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink hatte zuvor Bedenken bezüglich der Verwendung der Softwares geäußert und "erhebliche Mängel" festgestellt die den Datenschutz betreffen. Nachdem diese Informationen öffentlich wurden, wuchs der Widerstand gegen den Einsatz der Microsoft-Produkte an Schulen.



Politische Kritik aus FDP und Grünen


Auch aus der Politik hagelt es Kritik. Die FDP-Fraktion äußert sich besorgt über den sensiblen Umgang mit Daten und fordert Nachfragen. Der Abgeordnete Nico Weinmann warnt davor – dass eine Relativierung des Datenschutzes bereits zu Beginn des Projekts ein schlechtes Omen sei. Der Digital-Beauftragte der Grünen Alexander Salomon hat ähnlich wie datenschutzrechtliche Bedenken und befürchtet eine Einschränkung der informationellen Selbstbestimmung der Schüler und ebenfalls der digitalen Souveränität der öffentlichen Hand.



Beschwerden von Eltern und Bürgerinitiative von Lehrern


Auch Eltern deren Kinder bereits mit den Programmen arbeiten melden sich zu Wort. Eine Familie berichtet davon; dass die Software ohne Berechtigung auf den eigenen Server zugegriffen habe und ein erheblicher Datenverkehr auf dem Router festgestellt worden sei. Eine Gruppe von Lehrern kritisiert ebenfalls den Datenschutz und warnt vor einer Produktabhängigkeit. Sie halten es für nicht sinnvoll – wenn die Schülerschaft während ihrer gesamten Schulzeit nur mit den Produkten eines einzigen Unternehmens arbeitet.



Fazit: Datenschutzbedenken bei Verwendung von Microsoft-Produkten an Schulen

Insgesamt wird deutlich. Dass Einsatz von Microsoft-Produkten an Schulen in Baden-Württemberg aufgrund des mangelnden Datenschutzes und der möglichen Produktabhängigkeit kritisch gesehen wird. Politiker, Eltern und Lehrer äußern Bedenken und fordern eine genaue Überprüfung der Verwendung der Softwares.




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